EXPO2000: Frauen dafür - dagegen - unentschlossen





Frauenaktivitäten aus kritischer Sicht


- Ein bundesweiter Zusammenschluss von Frauen/-gruppen ruft zu einer Kampagne gegen EXPO und Bevölkerungspolitik sowie zu einer kritischen Auseinandersetzung auf:
Infos unter:
www.xposition.de (hier u. a. auch interessante Beiträge über Geschlechterperspektiven) und bei www.expo-no.de

- Die Arbeitsgruppe "mamba" bietet Workshops zur feministischen Kritik an der EXPO an.
Themenschwerpunkte: Bevölkerungspolitik, nachhaltige Entwicklung, Gentechnik/ Technologiekritik u. a.
Kontakt:
mamba c/o AStA der Uni Hannover, Welfengarten 2c, 30167 Hannover

- Vom 1. bis 30. 7. 2000:
"Interkulturelle Sommeruniversität für Frauen und Lesben"
Infos & Programm auf der Homepage oder über Beate Gonitzki, AStA der Uni Hannover
Tel: 0511-76250614
Fax: 0551-7174410614
email:
Frauenuni@physik.org

  Frauenaktivitäten im Rahmen der EXPO 2000

Die Planungen und Vorbereitungen zur EXPO 2000 gaben Frauen Grund zu der Annahme, daß die Themen "Mensch, Natur, Technik" von einem männlich bestimmten Menschenbild und Natur- und Technikverständnis her behandelt werden würden. Sie hatten damit nicht Unrecht. Jetzt zu Messebeginn steht fest: Von 160 Regierungen machen lediglich zwei Länder (1,25 Prozent) die Situation von Frauen zu einem ihrer Schwerpunktthemen: der Tschad und Mali. Von insgesamt 487 internationalen EXPO-Projekten berücksichtigen lediglich 50 (10,26 Prozent) frauenspezifische Interessen. Noch schlechter hätten diese Fakten wahrscheinlich ausgesehen, wenn nicht bereits am 22. Januar 1997 rund 100 Frauen den Verein "frauen & expo" gegründet hätten, um die Sichtweise von Frauen auf Natur und Technik herauszuarbeiten und Frauen mehr in die Messeplanung einzubinden. Die Frauen planten die Schaffung eines Netzwerkes, entwickelten konkrete EXPO-Projekte und setzten auf die Entwicklung und Durchführung von Vorlauf und Begleitprogrammen.
Es gibt eine Servicebroschüre "Frauenwege zur Expo 2000", die gegen Porto oder Selbstabholung bei diesem Verein zu beziehen ist: frauen & expo e.V., Sodenstr. 2, 30161 Hannover, Tel: 0511-3884577, Fax: 0511-3884766, email: verein@frauen-expo.de

Auf der EXPO sind übrigens vertreten die "Frauen in Schwarz" aus Belgrad, das "Zentrum für die Stärkung der Fraueninteressen - DISAHARI" aus Kalkutta und die Gemeinschaftsinitiative der Bäuerinnen von Bogso aus Kamerun.

Zweistündige thematische Frauenführungen über das EXPO-Ausstellungsgelände können für DM 25 über den TUI-Expo-Service (Tel: 0511-5673976) gebucht werden.

Die Internationale Frauenuniversität (ifu) ist eines der sieben deutschen EXPO-Frauenprojekte. Vom 15. Juli bis 15. Oktober 2000 werden neunhundert Nachwuchswissenschaftlerinnen aus 115 Ländern zu den Themen Arbeit, Information, Körper, Migration, Stadt und Wasser arbeiten. Zugelassen wurden postgraduierte Teilnehmerinnen, die mehrheitlich eine Studiengebühr von DM 600 für 100 Tage zahlen konnten. Einige ifu-Tagesveranstaltungen sind offen für Interessierte. (Infos Tel: 0511-1208660).

Vom 9. bis 11. Oktober 2000 veranstaltet das Bundesfrauenministerium auf dem EXPO-Gelände die Internationale Frauenkonferenz "Frauen ändern Macht" (Infos unter Tel: 030-8803320; oder über email smyle@smyle.de )
     
   

6/2000
Falls von Interesse: Als Autorin bin ich mir nicht sicher, wie ich zur EXPO stehe. Die Eintrittspreise und Fahrkosten grenzen mich bereits aus. Und negativ habe ich die Personalpolitik und die Vergeudung von Geldern (bspw. Abfindungen) im EXPO-Vorfeld in Erinnerung. Auf eine reine "exotisch-erotische Tourismuswerbung und technologische Produktschau aus Männersicht" habe ich keine Lust. Ob die EXPO eine Chance oder eine vertane Gelegenheit oder generell ein überflüssiges Produkt "herrschender" Interessen ist? Die Gestaltung dieser Seite soll jedenfalls keine Wertigkeit von "dafür"oder "dagegen"darstellen.



EXPO 2000 und Frauenuniversität
Messen von/für Frauen
www.expo-watch.org







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