
Frauen im Kampf gegen Zwangsprostitution
als weltweit praktiziertes Kriegsmittel
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| Ehemalige asiatische Zwangsprostituierte machten
regelmässig in Form der so genannten
"Mittwochsdemonstration" vor der japanischen
Botschaft in Seoul (Korea) auf ihre Situation und
Forderungen aufmerksam. Diese Tradition wurde kürzlich in Deutschland solidarisch aufgegriffen: Am 22. November 2000 wurde in Berlin vor der japanischen Botschaft die Ächtung der Zwangsprostitution als immer noch angewandtes Kriegsmittel gefordert und auf die Situation der ehemaligen Zwangsprostituierten hingewiesen. |
Zwangsprostitution
als Kriegsmittel - weder damals noch gegenwärtig genug geächtet In den 1930er und 40er Jahren wurden asiatische Frauen zu Tausenden (Schätzungen gehen von 200.000 und mehr aus) an allen japanischen Kriegsfronten zwangsweise missbraucht, misshandelt und getötet. Die Überlebenden haben bis heute keine offizielle Entschuldigung geschweige denn eine Entschädigung erhalten. An anderen Kriegsschauplätzen unserer Erde wiederholen sich diese geschlechtsspezifischen Verbrechen. Deshalb hat vom 7.-11. Dezember 2000 in Tokio ein symbolisches Tribunal in Form eines Gerichtsverfahrens stattgefunden. Es forderte beispielgebend ein, dass die Menschenrechte in jenen Staaten, die der Menschenrechtskonvention längst beigetreten sind, in die nationale Rechtssprechung aufgenommen werden. Durch die genaue Untersuchung und die rechtsförmige Behandlung der Verbrechen will das Tribunal dazu beitragen, dass das Verbot systematischer Vergewaltigungen wirksam wird: durch Ächtung, Strafandrohung und Strafverfolgung. Verantwortliche sollen ihre Schuld eingestehen und die Frauen entschädigt werden. - Hintergrund-Infos über die Zwangsprostitution von Mädchen und Frauen 1936 bis 1945 in japanischen Truppenbordellen - Zusammenfassung über das Tribunal in Tokio im Dezember 2000. |
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© 31.10./13.12.2000, J. A. |
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