Glossar zum Beitrag: Vom MAI zum GATS 2000





AKP-Staaten Staatengruppe (70) aus Afrika, Karibik und Pazifik mit ökonomischen Sonderbeziehungen zur EU. Vorwiegend ehemalige Kolonien Englands, Belgiens und Frankreichs.
Bretton-Woods Ort in New Hampshire (USA), in dem im Juli 1944 von der Währungs- und Finanzkonferenz der UNO Verträge über die Einrichtung des Weltwährungsfonds und der Weltbank abgeschlossen wurden. Die BRD trat 1952 den B.W.- Abkommen bei.
Cluster

Cluster-Approach

Sachlich zusammenhängende DLen aus verschiedenen Sektoren und Subsektoren; Dienstleistungsgruppe [Beispiel: zu den Dienstleistungen eines Hotels (Tourismus) gehören auch die DL des Restaurants (Gastronomie), Friseurbetrieb (Selbständige), Geschenkeboutique (Einzelhandel) etc.]
Im GATS Verhandlungstechnik für ganze DL-Gruppen.
DSB Dispute Settlement Body = Schiedsgerichtsorgan. Bestandteil der GATS-Verhandlungen. Fällt Urteile bei Handelsstreitigkeiten zwischen zwei Ländern.
ESLG (Bestandteil von ESF) Europan Services Leaders Group. Exklusives Gremium führender Konzernmanager.
ESN (heisst jetzt ESF) European Services Network bzw. jetzt European Services Forum. Im ESF sind 50 international arbeitende Unternehmen aus dem DL-Bereich sowie 36 Gewerkschaftsverbände aus der EU organisiert. Beteiligt an den WTO-Verhandlungen, läuft unter NRO.
GATS General Agreement on Trade in Services = Welthandelsabkommen über den Handel mit Dienstleistungen (1994 beschlossen, wird mit Beginn der WTO seit 1995 verhandelt)
GATT General Agreement on Tariffs and Trade = Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen. (1947 in Genf zwischen 23 Staaten abgeschlossen), Vorläufer der WTO
G-7-Staaten Die sieben ökonomisch führenden Länder, (G-8 = plus Rußland)
ICC International Chamber of Commerce = Internationale Handelskammer (Paris)
Inländerprinzip/Inländerbehandlung (National Treatment) Produkte, die von einem anderen WTO-Mitgliedsland importiert werden, dürfen auf dem Inlandsmarkt gegenüber den einheimischen Produkten durch Abgaben oder Rechtsvorschriften nicht benachteiligt werden (Konsequenz: auch nicht, wenn sie umweltschädlich sind!)
IWF = Internationaler Währungsfonds (Bretton-Woods-"Organisation"), gehört zur UNO Der IWF ist für makroökonomische Fragen zuständig. IWF und Weltbank entiwckeln die Verträge für die Kreditvergabe an arme Länder. Bedingungen sind oft SAPs, die z. B. vorschreiben, wie viele Beschäftige im Öffentlichen Dienst des Landes sein dürfen oder welche Branche privatisiert werden muss.
Lomé-Abkommen Verträge zwischen der EG bzw. der EU und den AKP-Staaten, die Ziele und Mittel der Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Staatengruppen im Bereich Handel, Industrie und später auch Landwirtschaft festlegen. Handelsvorteile, die andere "Entwicklungsländer" ausserhalb der AKP-Staaten nicht haben. (III. Abkommen 1994 in Marrakesch, Lomé IV in Cotonou 2000)
MAI Multilaterales Abkommen für Investitionen
MFN Most Favoured Nation Clause = Meistbegünstigungsprinzip. Ein WTO-Mitgliedsstaat darf die übrigen WTO-Staaten nicht anders behandeln. Spielt z. B. bei Direktinvestitionen eine Rolle. Beispiel: Ankauf eines Investors von Grundstücken. Diese dürfen für den ausländischen Investor nicht teurer sein, als sie für die einheimische Bevölkerung wären.
NRO Nicht-Regierungsorganisation (engl. NGO = Non-Governmental Organization)
SAP Strukturanpassungsprogramme von IWF und Weltbank. Wird Staaten vertraglich bei Kreditaufnahme auferlegt.
Schwellenländer Die Länder im (wirtschaftlichen) Übergang von den so genannten "unterentwickelten" zu den Industrieländern
TNCs Transnationale Konzerne
Trikont Die Länder der so genannten "Dritten Welt"
TRIPS Trade Related Aspects of Intellectual Property Rights = Abkommen über Urheber- und Patentrechte sowie Markenschutz. Spielt bei den GATS-Verhandlungen eine grosse Rolle.
UNCTAD UN Conference on Trade and Development = Welthandelskonferenz. 1964 auf Druck der "Entwicklungsländer" als ständiges Organ der UNO-Vollversammlung gegründet. Soll die Regierungen der "Entwicklungsländer" über bestehende Abkommen der WTO beraten. Oft andere Positionen als IWF und Weltbank.
UNICE Europäischer Arbeitgeberverband
Uruguay-Runde 8. Verhandlungsrunde des GATT (dauerte von 1986 bis 1993)
Weltbank (Bretton-Woods-"Organisation"), gehört zur UNO Gehört zur UNO. Wesentliche Teile sind die IBRD (Intern. Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) und die IDA (Intern. Entwicklungsorganisation). Die Weltbank ist zuständig für längerfristige Sektorenentwicklungskonzepte (z. B. auch Armutsreduzierung)
WTO World Trade Organisation = Welthandelsorganisation, z. Zt. 145 Staaten. Löst GATT ab (seit 1.1.1995).
 
 

© Monika Christann, Februar 2001
Die Verfasserin ist Gründungsmitfrau und Bundessprecherin
der
Feministischen Partei DIE FRAUEN.
Kontakt zur Autorin:
powerfrauen@t-online.de

 







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