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Aufruf zur Demonstration am 08. März 2002,
dem Internationalen Frauentag:
Beginn: 15.30 Uhr ab Moorweide (Dammtor) -
Stephansplatz - Gänsemarkt - Jungfernstieg - Rathaus (Abschlußkundgebung)
Frauen
lassen sich nicht wegsparen!
Frauen
gemeinsam sind stark!
Gegen Männergewalt
und Militarisierung!
FrauenLesben Demonstration gegen den
Sparwahn des Hamburger Senats, gegen Männergewalt und
Militarisierung.
Forderungen:
- Das Frauenprojekteplenum fordert ein Moratorium
auf 2 Jahre unter Aussetzung der Sparmaßnahmen
- Kein Ausspielen der Frauenprojekte untereinander
um die Finanzen
- Einrichtung einer Koordinationsstelle durch einen
freien Träger zur Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes
- Keine Reduzierung der Platzzahl und der
Aufenthaltsdauer in den Frauenhäusern
- Anerkennung geschlechtsspezifischer Fluchtgründe
- Innerstaatliche Bewegungsfreiheit für
MigrantInnen und kostenloser Rechtsbeistand
- Rücknahme der Antiterrorgesetzgebung
Der 8. März
Der 8. März ist der Internationale
Frauentag. Er hat seine Ursprünge in den Kämpfen der Arbeiterinnen
zu Beginn des letzten Jahrhunderts um Gleichberechtigung, gegen
Ausbeutung und Unterdrückung, gegen den imperialistischen Krieg und
zur Erinnerung an die in diesem Kampf getöteten Frauen.
Armut ist weiblich
Armut ist weiblich und wird durch
gesellschaftliche Strukturen geschaffen. Wir fordern, für Frauen
einen Platz in dieser Gesellschaft, an dem sie finanziell
abgesichert sind und sie einen (Schutz)-Raum für ihre Belange
haben. Mit den Sparmaßnahmen des Senates werden die Anlaufstellen
und Unterstützung für die Stärke, Unabhängigkeit und Entwicklung
von Frauen massiv eingeschränkt.
Die Sparmaßnahmen des Hamburger Senates
Sehen wir uns die jüngsten
Entwicklungen an, mit drastischen Kürzungen im gesamten Spektrum
der Frauenprojekte, so wird überdeutlich, daß die politisch
Verantwortlichen in dieser Stadt ohne Rücksicht auf Qualität vor
allem frauen- und mädchenspezifischer Einrichtungen austrocknen und
wegrationalisieren wollen. Damit fehlen den Frauen in Hamburg die
Anlaufstellen die mit dem Ansatz arbeiten frauen- und mädchenparteilich
zu beraten und in ihrer Situation zu stärken.
Wir fragen die Senatorin : Wie können Sie das verantworten und
gleichzeitig von einer verbesserten Familienpolitik träumen ?!
Gewalt gegen Frauen
Vor 25 Jahren ist in Hamburg das erste
autonome Frauenhaus gegründet worden. Seitdem finden Frauen und
Kinder Schutz und Hilfe vor Männergewalt.
Es hat 25 Jahre gedauert bis einige der Forderungen der
Frauenhausbewegung in ein Gewaltschutzgesetz geflossen sind.
Weil die Situation der von Gewalt bedrohten und betroffenen Frauen
verbessert werden muß, begrüßen wir grundsätzlich das
Gewaltschutzgesetz. Jedoch wird die Umsetzung dieses Gesetztes in
vielen Bundesländern und auch in Hamburg auf unterschiedlichen
Ebenen blockiert: Zwar hat die (alte) Bürgerschaft die notwendigen
Veränderungen des Hamburger Polizeigesetzes beschlossen; die
Einrichtung der Interventionsstelle als Anlaufstelle sowohl für
Frauen, als auch die beteiligten Institutionen aber wurde mit der
Regierungsübernahme durch den konservativen Bürgerblock auf Eis
gelegt. Ohne die Interventionsstelle ist die Umsetzung des
Gewaltschutzgesetzes in HH gefährdet.
Entrechtung und Kriminalisierung von
MigrantInnen
"Innere Sicherheit" lautet der
Kampfbegriff 2002 für die seit dem Asylkompromiss von 1992
weitreichendste Entrechtung und Kriminalisierung von Flüchtlingen
und MigrantInnen. Gesetzlich regeln soll dies das neue
Zuwanderungsgesetz sowie die sogenannte Antiterrorgesetzgebung. Die
Abschiebung von politisch Verfolgten aus "sichehrheitspolitischen"
Erwägungen soll ermöglicht werden.
Frauen gegen den Krieg
Zum 8. März gehen wir auch gegen den
derzeitigen Krieg in Afghanistan und die laufenden
Kriegsvorbereitungen gegen die nächsten Länder auf die Straße.
Angeblich werden diese Angriffe gegen den sogenannten
"Terrorismus" geführt. Für Bush
und Co. ist der 11. September 2001 ein willkommener Anlass, um alle
Staaten, die sich den wirtschaftlichen Interessen der USA und den
anderen Industriestaaten nicht unterwerfen, als Schurkenstaaten zu
bezeichnen und gleichzeitig weitere kriegerische Angriffe dem Irak,
Iran und Nordkorea, anzudrohen. Wir können gewiß sein, daß es
nicht bei diesen Drohungen bleiben wird.
Wie ist die Situation von Frauen im Krieg?
Sie sind von Vergewaltigung bedroht. Die Flucht vor dem Krieg
ist für Frauen sehr erschwert, da ihnen in der Regel die
finanziellen Mittel fehlen. Gelingt ihnen die Flucht trotzdem, dann
sind es wieder sie, die kein Asyl bekommen, weil frauenspezifische
Fluchtgründe in den meisten Industriestaaten nicht anerkannt
werden. Die Lage der Frauen in Afghanistan wurde benutzt, um ihren
Krieg zu legitimieren.
Bringt
Phantasie und alles, was Lärm macht, mit zur Demo.
Wir
wollen nicht einfach aufgeben, sondern aufbegehren gegen diesen
Kahlschlag!
Frauen helfen Frauen e.V.
Amandastraße 58
20357 Hamburg
Tel: 040 / 430 21 76
Fax: 040 / 439 37 62
email: Amazoneklussi@gmx.de
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