Vier Mädchen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren haben den Girl`s
Day in der frauenredaktion.de
- der Redaktion von frauennews - verbracht.
Nebenstehender Beitrag ist von Mareike, 14 Jahre alt.
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Leben im Tierheim
Über 11.000 Tiere werden jährlich im Tierheim Süderstraße
in Hamburg abgegeben. Die Arten der Tiere reichen von Katzen und Hunden
über Frettchen bis hin zu Ponys und Wachteln. Sogar ein Hängebauchschwein,
ein Wickelbär und ein Pfau wurden dort schon abgegeben. Dafür gibt es
die verschiedensten Gründe. Katzen und Hunde werden zum Beispiel häufig
wegen Allergien abgegeben oder wenn sie unsauber, aggressiv oder krank
sind. Oft sterben auch ihre Besitzer oder ziehen in eine Wohnung, in der
keine Tiere erlaubt sind. Bei Kleintieren sind dagegen Nachwuchs oder
Platzmangel häufige Abgabegründe. Tiere, die sich nicht mit anderen
vertragen oder bissig gegenüber Menschen sind, werden auch häufig ins
Tierheim gebracht. Aber nicht alle Tiere, deren Besitzer sie nicht mehr
haben wollen, werden im Tierheim abgegeben. Viele werden auch einfach
ausgesetzt und dann von jemandem gefunden, der sie dann ins Tierheim
bringt. Doch nicht immer, wenn jemand behauptet, das Tier gefunden zu
haben, ist das auch wahr. Wenn man sein Tier nämlich im Tierheim
abgibt, muss man eine Gebühr bezahlen, was man nicht muss, wenn man ein
Tier gefunden hat. Das nutzen einige Besitzer aus und behaupten einfach,
sie hätten das Tier gefunden. Das ist aber nicht die einzige Möglichkeit,
die Abgabegebühr zu umgehen. Eine Katze mit einer schweren Erkrankung
am Bauch wurde sogar in einem der Tierheimgebäude in einer Plastiktüte
ausgesetzt. Die Tierpflegerin, die das Tier wenig später fand, brachte
es sofort zum Tierarzt. Der konnte jedoch nichts mehr für die Katze tun
außer sie einzuschläfern. Leider sind viele der abgegebenen Tiere in
einem schlechten Pflege- und Ernährungszustand.
Das Tierheim Süderstraße ist ein riesiges Gelände. Die Tiere werden
in verschiedene Bereiche eingeteilt. Für Hunde gibt es zum Beispiel
drei Häuser. Kampfhunde und kranke Hunde sind in zwei Häusern
untergebracht. Es gibt auch einen hochentwickelten OP-Bereich, in dem
die Tiere mit schwereren Krankheiten behandelt werden. Der OP-Bereich im
Tierheim Süderstraße ist einer der modernsten und leistungsfähigsten
Deutschlands.
Auch Tierzubehör, wie zum Beispiel Käfige, Wasserflaschen oder Futternäpfe
kann man im Tierheim kaufen. Häufig geben die Leute mit ihrem Tier nämlich
auch das Zubehör als Spende ab. Dieses wird dann an die Käufer der
Tiere weiterverkauft. Informationen zum Tierheim bekommen Sie auch auf
der Internetseite des Tierheims: www.hamburger-tierschutz.de
Wer sich selber ein Tier von dort holen will, erreicht das Tierheim auch
telefonisch unter 040/2111060.
Über 2000 Hunde und 3000 Katzen aus dem Tierheim finden jährlich ein
neues Zuhause. Es kann jedoch nicht jeder einfach kommen und sich ein
Tier abholen. Man muss zwischen 3 Euro für ein Kleintier und 350 Euro für
einen Rassehund bezahlen. Außerdem werden Tiere nur vermittelt, wenn
die Tierpfleger sich sicher sind, dass sie in ihrem neuen Zuhause auch
artgerecht gehalten werden. Dazu wird die ganze Familie zu einem persönlichen
Gespräch eingeladen. Es wird zum Beispiel geklärt, ob alle
Familienmitglieder mit dem neuen Artgenossen einverstanden sind, ob bei
Krankheiten rechtzeitig ein Tierarzt verständigt wird und ob es auch im
Alter noch gut gepflegt wird. Wenn die Pfleger entscheiden, dass eine
Vermittlung möglich ist wird gegebenenfalls auch bei den zukünftigen
Besitzern zu Hause überprüft, ob die Verhältnisse geeignet
sind.
Die Tierpfleger kümmern sich gut um die Tiere und
sind sehr darum bemüht, den Tieren einen angemessenen Lebensraum zu
geben. Trotzdem haben sie es natürlich in einer Familie besser. Wenn
man sich ein Tier anschaffen möchte, sollte man deshalb erstmal im
Tierheim gucken anstatt gleich ins Zoogeschäft zu gehen. Auf diese
Weise kann man einem der Tierheimbewohner ein neues Zuhause bieten.

© Tierheim Hamburg-Süderstraße
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