| "Feministin
zu sein bedeutet nichts anderes, als nicht zu glauben,
daß Frauen Menschen zweiter Klasse sind." Geena Davis (US-amerikanische Schauspielerin) |
Für Jutta Limbach
sind "Feministinnen" Frauen, .... (Quelle: Jutta Limbach, "Was ist feministisch?", aus: informationen für die frau 11-12/1994) |
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"Wenn wir den festen Willen haben, uns zu emanzipieren ... wird es zunächst einmal notwendig sein, uns von der inneren Unmündigkeit, in die wir uns selbst bringen, zu befreien. Der Mann hat einen zu wichtigen Platz im Leben der Mehrheit der Frauen. ... Ich spreche von dem Platz, den er im weiblichen Bewußtsein einnimmt." Alexandra David-Néel 1909 in "Féminisme Rationnel" |
Die
Anfänge des Feminismus Eine der ersten Feministinnen ist Christine de Pisan, geboren 1364 in Venedig. Die junge Witwe und Mutter verdient sich als erste Frau im Mittelalter ihren Unterhalt als Schriftstellerin und beschreibt in ihrem "Buch über die Stadt der Frauen" die rechtliche Benachteiligung der Frauen und die Überheblichkeit der Männer. Um 1578 fordert die katholische Hausangestellte Margaret Tyler in England in den Vorworten ihrer Übersetzungen bessere Bildungschancen für Frauen und mehr Möglichkeiten für Frauen, zu forschen und zu schreiben. Um 1589 veröffentlicht die erste feministische Autorin in England unter dem Pseudonym Jane Anger die Schrift "Protection for Women", die eine weitere sehr frühe Grundlage des englischen Feminismus ist. Die Venezianerin Lucrezia Marinella veröffentlicht 1600 die Schrift "Über Adel und Vorzüglichkeiten der Frauen und Fehler und Mängel der Männer", womit sie auf Pamphlete reagiert, die die Minderwertigkeit der Frauen gegenüber den Männern zu beweisen versuchen. Zusammen mit den Autorinnen Moderata Fonte und Arcangela Tarabotti bildet sie das sogenannte Venezianische Dreigestirn, das die These vertritt, der Mann wurde von Gott nur aus dem Grund geschaffen, um aus seinem Körper das Meisterwerk der Schöpfung - die Frau - zu kreieren. Die Französin Marie de Jars de Gournay kämpft 1622 in ihrer Schrift "Die Gleichheit von Männern und Frauen" für die Anerkennung der Gleichwertigkeit beider Geschlechter. Damit ist sie die erste, die nicht ein Geschlecht über das andere erhebt. Außer mit dem Gleichstellungsthema beschäftigt sich die Wissenschaftlerin mit Fragen der Moral, Erziehung und Theologie und arbeitet als Autorin und Übersetzerin. Um 1640 verfassen mehrere Autorinnen im Zuge des BürgerInnenkrieges in England Schriften über die Situationen der Frauen. Sie wollen einer möglichst breiten Schicht von Frauen zu Bildung und Selbstverwirklichung verhelfen und beleuchten die Frauensituation in Staat, Gesellschaft und Familie kritisch (Ester Sowerman, Katherine Fowler Philips, Aphra Behn u.a.). |
| ...frauen
sind zu doof zum lesen, zum studieren, zum lehren, zum autofahren, zum bezahlten arbeiten, zum wählen, zum kandidieren, zum regieren? nur weil männer das behaupteten, mußten frauen so lange kämpfen. und der kampf ist noch nicht zu ende. |
Die
einzige Lösung ist, dem nachzugeben, was uns Spaß macht, und alles, was uns angeblich Spaß machen sollte, einfach zu vergessen. (Pat Califia) |
Wir Frauen werden dann erst
unsere gesamte weibliche Kraft erlangen, wenn wir uns
männlichen Wertvorstellungen entziehen, um damit die
alten Götter vom Thron zu stoßen! |
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