Literatur- und Filmauswahl
Mädchen und Frauen im Zusammenhang mit
Nationalsozialismus, Rassismus und Sexismus
Teil IVa
(zusammengestellt von Jana Arakeljan; aktualisiert am 26. Dezember 2000)




Gewalt gegen Frauen als Kriegsmittel: Zwangssterilisationen und "Euthanasie"
 
"Zwangssterilisation im Nationalsozialismus" von Gisela Bock (Verlag Opladen 1986)
"Zwangssterilisation im »Dritten Reich«. Das Beispiel der Uni- Frauenklinik Göttingen" von Thomas Koch (Frankfurt/M., Mabuse-Verlag 1994; ISBN 3-925499-96-2; DM 28,-)
"Zwangssterilisation in Offenbach am Main 1934-1944" von Jessika Hennig (Frankfurt/M., Mabuse-Verlag 2000, ISBN 3-933050-39-1; DM 48)
"Eingriffe. Zwangssterilisation geistig behinderter Frauen" von Swantje Köbsell (AG Spak Bücher 1987, M 79; ISBN 3-923126-46-8; DM 20,-)
"Behinderte des Nationalsozialismus. Von der Ausgrenzung und Zwangssterilisation zur »Euthanasie«" von Martin Rudnick (Weinheim 1985)
"Sozialdarwinismus, Rassenhygiene, Zwangssterilisation und Vernichtung »unwerten Lebens«. Eine Bibliographie zum Umgang mit behinderten Menschen im »Dritten Reich« und heute" von Christoph Beck (Frankfurt/M., Mabuse-Verlag 1995, ISBN 3-933505-35-9; DM 68)
"Euthanasie im NS-Staat. Die Vernichtung lebensunwerten Lebens" von Ernst Klee (Fischer Taschenbuch Verlag 1989)
"Euthanasie- Zu den Folgen eines harmoniesüchtigen Weltbildes" von Bettina Rainer (Wiener Frauenverlag; ISBN 3-85286-017-2)
"»Ich war von jeher mit Leib und Seele gerne Pflegerin.« Über die Beteiligung von Krankenschwestern an den »Euthanasie«-Aktionen in Meseritz-Obrawalde" von Hilde Steppe, Eva-Maria Ulmer (Hg.) (Frankfurt/M., Mabuse-Verlag 1999; ISBN 3-933050-42-1; DM 24.80)
"Anstaltspsychiatrie und »Euthanasie« in Pommern 1933 bis 1945. Die Krankenmorde an Kindern und Erwachsenen am Beispiel der Landesheilanstalt Ueckermünde" von Heike Bernhardt (Frankfurt/M., Mabuse-Verlag 1994; ISBN 3-925499-91-1; DM 34)
"Schattenseiten. Die Ermordung von Patienten des Landesnervenkrankenhauses Graz »Am Feldhof« in der Zeit des Nationalsozialismus" von Rainer Danzinger, Thomas Oehlschläger (Frankfurt/M., Mabuse-Verlag 2001, ISBN 3-933050-38-3; ca. DM 40)
"Psychiatrie im Faschismus. Die Anstalt Hadamar 1933-1945" von Dorothee Roer, Dieter Henkel (Hg.) (Frankfurt/M., Mabuse-Verlag 2. Auflg. 1996, ISBN 3-929106-20-5; DM 53)
"Todesursache: »Angina«" Heft 1 der Schriftenreihe "Gedenkstätten und Gedenkstättenarbeit im Land Sachsen-Anhalt" (demnächst mehr Infos...)
"Verachtet- verfolgt- vernichtet- zu den »vergessenen« Opfern des NS-Regimes" von der Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes in Hamburg e.V. (VSA-Verlag Hamburg 1988; ISBN 3-87975-377-6; DM ?)
"Aber man kann des gar net so sagen, wie`s wirklich war..." von Loretta Walz (VHS 30 min; Loretta Walz Videoproduktion, Berlin; Tel 030 / 797 027-53)
Die Sintezza Sophie Wittich wurde 1913 in Neckarzimmern geboren. Im Februar 1943 deportierten die Nazis Sophie zusammen mit ihrem Mann und ihren acht Kindern nach Auschwitz. Nach mehreren Monaten wird die ganze Familie nach Ravensbrück gebracht. Dort bringt Sophie ihr neuntes Kind zur Welt. Anfang 1945 wird sie im KZ Ravensbrück zwangssterilisiert. In Bergen- Belsen erlebt sie bei Kriegsende die Befreiung. Sie, ihr Mann und nur drei ihrer neun Kinder haben überlebt. Sophie Wittich starb 1991 in Stuttgart. In diesem Video schildert sie den Transport und die Haft in den Lagern. Sie beschreibt ihre eigene Sterilisation und die Umstände der Zwangssterilisation vieler »Zigeunerinnen« in Ravensbrück.
"Es ging Tag und Nacht, liebes Kind- Totenehrung" von Kathrin Seybold und Melanie Spitta (75 min; BRD 1982; Staatliche Landesbildstelle Hessen, Nr. 42 45029)
Dieser Film hört überlebenden Sintis zu, die während des Dritten Reiches in Auschwitz waren und begleitet eine Gruppe von Erwachsenen und Kindern bei ihrem Besuch des Vernichtungslagers Auschwitz. Im ersten Filmteil "Tag und Nacht" spricht Melanie Spitta, selbst eine Sintezza mit ihrer Freundin, die 18 Monate Auschwitz überlebt hat. Sie erzählt von dem Tod ihres Kindes, von der Zwangssterilisation aller Sinti- Frauen ab 12 Jahre, von den grausamen Versuchen des Dr. Mengele an ihren jüngsten Geschwistern. Im zweiten Teil "Für uns ist die Vergangenheit nicht tot" werden überlebende Sintis begleitet bei ihrem Rundgang durch das Lager, die Sinti- Familien von ihren Erlebnissen erzählen. Der dritte Filmteil "Für unsere Kinder" macht deutlich, daß die Geschichte der Überlebenden und der Toten in den Familien lebendig bleibt.







Verzeichnis


Frauen im II. Weltkrieg/ Nationalsozialismus









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