| Gewalt gegen Frauen als
Kriegsmittel: Zwangsarbeit |
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"Wir waren wie Vieh.
Lebensgeschichtliche Erinnerungen ehemaliger
Zwangsarbeiterinnen" von Tamara
Frankenberger (Verlag Westf. Dampfboot, ISBN
3-89691-417-0) |
"Zwangsarbeit im Kinderzimmer.
»Ostarbeiterinnen« in deutschen Familien von 1939 bis
1945. Gespräche mit Polinnen und deutschen Frauen" von
Annekatrein Mendel (dipa-Verlag, ISBN 3-7638-0337-8; DM
34,-) |
"»Entbindungsheim für
Ostarbeiterinnen«, Braunschweig, Broitzemerstraße
200" von Bernhild Vögel (Hamburg 1989) |
"Kinder, die nicht zählten.
Ostarbeiterinnen und ihre Kinder im zweiten
Weltkrieg" - Am Beispiel Westfalen
untersucht Gisela Schwarze ein bislang unbeachtetes
Kapitel des nationalsozialistischen Regimes: Das
Schicksal von Zwangsarbeiterinnen und ihren Kindern
(Verlag Klartext, ISBN 3-88474-578-6) |
"Feinde im eigenen Land. Zwangsarbeit in Hannover im
Zweiten Weltkrieg" von Janet Anschütz und
Irmtraud Heike (Regionalgesch., Bielefeld 2000, ISBN
3895343323, DM 29,80) |
"Schönes, schreckliches Ulm. 130 Berichte
ehemaliger polnischer Zwangsarbeiterinnen und
Zwangsarbeiter, die in den Jahren 1940 bis 1945 in die
Region Ulm/Neu-Ulm verschleppt worden waren." von
Silvester Lechner (Hg.) (Dokumentationszentrum Oberer
Kuhberg Ulm e. V., 1996, DZOK-Manuskripte, Bd. 3) |
"Zwangsarbeiterinnen und Kriegsgefangene in Blomberg
1939-1945. Eine Dokumentation" Angaben zu
Verfasser/inn/en fehlen (Regionalgesch., Bielefeld 1994,
ISBN 3895341371, DM 14,80) |
"Zwangsarbeit in Genshagen" von
Martina Dietrich (Hg.) (Brandenburgische Landeszentrale
für politische Bildung, 1996; Brandenburgische
historische Hefte 4) |
"Das Frauenorchester in
Auschwitz. Musikalische Zwangsarbeit und ihre
Bewältigung" von Gabriele Knapp (aus der
Reihe "Musik im »Dritten Reich« und im Exil"
- Band 2; von Bockel Verlag 1996) |
"Musik in Auschwitz" von
Szymon Laks (Droste Verlag, Düsseldorf 1998; ISBN
3770010922; DM 26) |
"Der Weg zum Krematorium führte am
Siemenslager vorbei. Ravensbrückhäftlinge als
Zwangsarbeiterinnen bei Siemens" von Ursula
Krause-Schmitt in "Informationen Nr. 37/38" vom
Studienkreis Deutscher Widerstand (Frankfurt/M. 1993) |
"Siemens, der Nationalsozialismus und
die moderne Familie. Eine Untersuchung zur sozialen
Rationalisierung in Deutschland im 20. Jahrhundert" von
Carola Sachse (Hamburg 1990) |
"Die Frauen von Obernheide: jüdische
Zwangsarbeiterinnen in Bremen 1944/145" von
Hartmut Mueller (Donat Verlag Bremen 1988, ISBN
3-924444-37-4) |
"In einem deutschen Städtchen.
Erinnerungen einer polnischen Zwangsarbeiterin"
von Krystina-Ewa Vetulani-Belfoure (Verlag Donat, ISBN
3-931737-62-4) |
"Als Zwangsarbeiterin 1941 in
Berlin. Die Aufzeichnungen der Volkswirtin Elisabeth
Freund" von Carola Sachse (Hg.) Berlin
1996) |
"Verschleppt
ans Ende der Welt. Schicksale deutscher Frauen in
sowjetischen Arbeitslagern" von Freya Klier
(Ullstein-Verlag, Frankfurt/M. 1996) |
"Spurensuche auf dem
Siemensgelände - Ravensbrückerinnen erinnern sich an
die Zwangsarbeit" (Verleih und
Produzierende der Redaktion nicht bekannt, evtl. bei
Gedenkstätte erfragen) |
"Für Lohn und Würde.
Zwangsarbeiterinnen klagen gegen DaimlerChrysler" von
Helmuth Bauer und Rainer Burmeister (30 min; BRD 1999; Verleih bei Landesfilmstellen
erfragen)
54 Jahre nach Kriegsende hat ein
Thema auch die Banken, Versicherungen und Konzerne,
wieder eingeholt, das von ihnen über Jahrzehnte
verdrängt und verleugnet worden war. Es geht um die
Verstrickung dieser Firmen in die Kriegs- und
Vernichtungspolitik der Nazis, den völkerrechtswidrigen
Einsatz von mehr als acht Millionen ZwangsarbeiterInnen
aus allen besetzten Ländern Europas. Im Mai 1999
reichten die Genshagenerinnen in Stuttgart Klage gegen
DaimlerCrysler ein, gerade noch rechtzeitig, da im Juli
1999 die Verjährungsfrist für diese Verbrechen
abläuft. Seit 1990 begleitet Helmuth Bauer die
ehemaligen Zwangsarbeiterinnen auf ihrem langen Weg zu
moralischer und materieller Anerkennung ihres erlittenen
Unrechts. Der Film zeigt neben Archivmaterial aus der
Nazizeit einige von ihnen beim Besuch der Gedenkstätte
des KZ Ravensbrück, in einer Ausstellung zur Geschichte
der "Genshagenerinnen", in Gesprächen
untereinander und mit Vertretern des DaimlerChrysler-
Konzerns, der in entwürdigender Weise ihre
Entschädigungsforderungen ablehnt. |
"Gestohlene
Jugend. Die Zwangsarbeiterinnen von Freiberg"
von Claudia Schön.
Am 30. August 1944 rollt im Bahnhof ein Sondertransport
aus Auschwitz ein. Er bringt exakt 1000 polnische und
tschechische Frauen in die sächsische Kleinstadt, kahl
rasiert und in KZ-Kleidung. Nachts werden sie barfuss in
die ehemalige Porzellanfabrik getrieben. Für acht lange
Monate verschwinden sie hinter Mauern der umgerüsteten
Fabrik. Hier nieten sie von nun an täglich zwölf
Stunden Tragflächen für die Arado-Flugzeugwerke.
Vor zehn Jahren erhielt der Leiter des Christlichen
Jugenddorfwerks Michael Düsing einen Hinweis über das
Lager. Seitdem sucht er nach Spuren, will wissen, wie
diese Frauen dort lebten. Mühselig trägt er die
Indizien zusammen. Schließlich findet er einige der
überlebenden Frauen, unter ihnen Bonislawa Rezak,
Kasimira R., Lisa Mikova und andere. Die Frauen erzählen
vom Leben in der Isolation hinter den Fabrikmauern, von
den Misshandlungen durch SS-Scharführer Beck, aber auch
vom Alltag nach der Arbeit. Denn die Umstände schweißen
die Frauen zusammen. Sich machen sich Mut, singen
heimlich Lieder, führen sogar Romeo und Julia
auf. Sie schaffen sich eine Traumwelt, in die sie
wahrscheinlich nicht zurückkehren werden. Am Ende haben
992 der 1000 jüdischen Frauen überlebt, nur acht
starben. Michael Düsing möchte den Unbekannten ein
Mahnmal setzen, und er möchte verhindern, dass dieses
dunkle Kapitel Freiberger dem Vergessen anheim fällt.
Der Film besucht Michael Düsing und begibt sich mit ihm
zu einigen der Überlebenden. |