Literatur- und Filmauswahl
Frauen im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus,
Rassismus und Sexismus
Teil IVd
(zusammengestellt von Jana Arakeljan; aktualisiert am 23. Mai 2000)




Gewalt gegen Frauen als Kriegsmittel: Vergewaltigung
 
"BeFreier und Befreite. Krieg, Vergewaltigungen, Kinder" von Helke Sander und Barbara Johr (Hgb.) (Fischer Taschenbuchverlag, ISBN 3-596-12644-4)
"Prostitution - Homosexualität - Selbstverstümmelung. Probleme der deutschen Sanitätsführung 1939-1945" von Prof. Dr. Franz Seidler
"Eine Woche im April, Berlin 1945: Vergewaltigung als Massenschicksal" von Ingrid Schmidt-Harzbach in "Feministische Studien" Nr. 2, 1984
"Gegen unseren Willen. Vergewaltigung und Männerherrschaft" von Susan Brownmiller (Fischer-TB-Verlag, ISBN 3-596-23712-2; DM 18,90)
"Gewaltakte, Männerphantasien und Krieg" von Helke Sander und Roger Willemsen (Hamburg 1993)
"Massenvergewaltigung, Krieg gegen die Frauen" von Alexandra Stiglmayer (Hgb.) (Fischer-TB-Verlag 1993; ISBN 3-596-12175-2; DM 14,90)
"Vergewaltigung, Krieg, Nationalismus. Eine feministische Kritik" von Susanne Kappeler, Mira Renka und Melanie Beyer (Hgb.) (Verlag Frauenoffensive 1994; ISBN 3-88104-246-6; DM 22,50)
"Vergewaltigung als Kriegswaffe" von Erica Fischer in "beiträge zur feministischen theorie und praxis", band 34 (1993)
"Menschenwürde - Frauenwürde. Krieg und Vergewaltigung" Bericht von Japanische Fraueninitiative, Koreanische Frauengruppe Berlin e. V. zur Internationalen Konferenz in Berlin vom 10.-12. September 1993.
"Frauen und Krieg. Vergewaltigt, verleugnet, verschwiegen" Dokumentation zur Fachtagung vom 13.11.1995 von Frauen gegen Gewalt/ Notruf und Beratung für vergewaltigte Mädchen und Frauen Kiel (Hgb.) (Kiel 1995, ISBN 3-00-000870-5; DM 15,-; beim Notruf zu bestellen, Tel 0431- 91144 oder per email: frauennotruf.kiel@t-online.de )
"Die Ausnahme ist die Regel: Frauen als Kriegsbeute" in "Gewaltverhältnisse", Arbeitskreis "Sexuelle Gewalt" (Hgb.) (Sensbachtal 1987)
"Männlichkeit, Militär und Vergewaltigung. Männliches Rollenverhalten als Ausgangsbasis sexueller Übergriffe in Kriegen" von Stefan Gose in "Gewohnheitstäter, Männer und Gewalt" von Alexander Diekmann, Michael Herschelmann, Detlef Pech, Konrad Schmid (Hg.) (Köln 1994)
"Männerphantasien" von Klaus Theleweit, 2 Bände (Reinbek 1980)
"Vergewaltigung als Waffe: Ex-Jugoslawien. Materialien zur Situation der vergewaltigten Frauen und Mädchen und Originaltexte antinationalistischer Frauengruppen" von Sukaina e.V. (Hgb.) (Hamburg April 1993, zu beziehen über: Sukaina e.V. c/o Frauenbuchladen, Bismarckstraße 98, 20253 Hamburg)
"Gewalt gegen Frauen im ehemaligen Jugoslawien" von Claudia Fregiehn und Durda Knezevic in "beiträge zur feministischen theorie und praxis", band 37 (1994)
"Für die Würde der Frau" von Biljana Kasic (1993)
"Schrei nach innen. Vergewaltigung und das Leben danach" von Gabriele Mörth (Wien 1994)
"Am Ende wünschst du dir nur noch den Tod. Die Massenvergewaltigungen im Krieg auf dem Balkan" von Maria von Welser (Knaur TB, ISBN 3-426-80030-6; DM 12,90)
"Kinder der Schande" von Bruno Schrep (in: Der Spiegel 28/1995)
"BeFreier und Befreite. Krieg, Vergewaltigungen, Kinder" von Helke Sander und Barbara Johr (Dokumentarfilm, 1992)
"BeFreier und Befreite, 01" von Helke Sander (90 min; BRD 1991; Produktion: Bremer Institut Film/ Fernsehen)
In diesem Film kommen die Frauen selbst zu Wort. Nach all den Jahren des Schweigens sprechen sie (oft zum ersten Mal) öffentlich über die prägende Erfahrung sexueller Gewalt. Die Frage, warum es zu diesen massenhaften Vergewaltigungen beim Vormarsch der Roten Armee gekommen ist, versucht der Film in Gesprächen mit RotarmistInnen zu klären, die 1945 in Ostpreussen und Berlin dabei waren. Die SoldatInnen erinnern sich auf sehr unterschiedliche Weise und erklären diese Ereignisse mit den von den Deutschen begangenen Greueltaten, aber auch mit der "Physiologie des Mannes". Es wird deutlich, dass Opfer und Täter verdrängt haben, dass die Verdrängung einer kollektiven Gewalterfahrung nicht nur erschütternde biographische Auswirkung hat, sondern massive gesellschaftspolitische Konsequenzen.
"Befreier und Befreite, 02" von Helke Sander (102 min; BRD 1991; Produktion: Bremer Institut Film/ Fernsehen)
In diesem Fim werden die gravierenden Folgen für die betroffenen Frauen und für die durch Vergewaltigungen enstandenen Kinder erörtert. Sie reichen von Geschlechtskrankheiten, Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüchen bis hin zu Traumatisierung und oft lebenslangen problemen mit Männern. Für die Kinder, die ebenfalls zu Worte kommen, steht das Problem ihrer Herkunft im Vordergund und ihre Auseinandersetzung mit den Behörden, wo sie als "Besatzungsschaden" oder "Verteidigungslast" geführt werden. In einem Exkurs über "den Verkehr deutscher Soldaten in den besetzten Ostgebieten mit Angehörigen des weiblichen Geschlechts", und die in die Hundertausende gehenden Verhältnisse von Besatzungssoldaten mit deutschen Frauen wird deutlich, dass Vergewaltigungen so gut wie nie bestraft wird, Zuneigung zur "Frau des Feindes" jedoch fast immer.
"Frauen als Kriegsbeute" von Susanne Bausch (Süddeutscher Rundfunk 1998)
In diesem Film geht es um (Massen)Vergewaltigungen und Zwangsprostitution als Mittel zur Kriegsführung. Berichte zu Uganda, Bosnien und II. Weltkrieg (Deutschland, Sowjetunion).







Verzeichnis


Frauen im II. Weltkrieg/ Nationalsozialismus









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