
Biographisches über
"führende", profitierende und/oder
verbrechensbeteiligte Frauen im Nationalsozialismus
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"Zu
Recht hat Hannah Arendt gefordert, daß wir «alle Räder
und Rädchen im Getriebe» der NS-Mordmaschinerie wieder
in Täter und Täterinnen, d. h. in reale Menschen
zurückverwandeln müssen, damit sie sich nicht mit dem
Argument der eigenen Machtlosigkeit aus der Verantwortung
herausstehlen können." |
Partnerinnen & Gefährtinnen führender Täter im NS-System |
| Gerda Bormann, geborene Buch (1909-1946) Gerda Bormann, in einem nationalsozialistischen und antisemitischen Elternhaus geboren und aufgezogen, vertrat ihre nationalsozialistischen Überzeugungen bis zu ihrem Tod. Geboren 1909 in Konstanz am Bodensee, Ausbildung als Kindergärtnerin und Hortnerin. Zum Jahresende 1928/29 wird Gerda bei einer Parteiversammlung auf den einfachen Parteigenossen Bormann aufmerksam. Im April 1929 hält dieser um ihre Hand an, zeitgleich tritt sie in die NSDAP ein. Beide heiraten im September 1929 mit Adolf Hitler und Rudolf Heß als Trauzeugen. Martin Bormann hatte einen schon leicht angeknacksten Ruf: Im März 1927 wurde er wegen "Beihilfe zu schwerer Körperverletzung mit vollendetem Totschlag" zu einem Jahr Haft verurteilt, die er auch absaß. Am 14. April 1930 gebar Gerda ihr erstes Kind namens Adolf Martin, genannt "Krönzi". Am 09.07.1931 kommen Ehrengard und Ilse zur Welt, wobei von beiden nur Ilse (später Eike genannt) überlebt. Bis 1936 kamen noch die Kinder Irmgard, Rudolf Gerhard (später Helmut Gerhard) sowie Heinrich Hugo dazu. 1938 wurde Eva geboren und 1940 Gerda. Der Wohnsitz war inzwischen der Obersalzberg geworden. Am 12. Mai 1941 steigt Martin Bormann zum Leiter der Partei-Kanzlei auf, die Adolf Hitler persönlich unterstellt ist. Später wird er Sekretär des Führers: Beides Funktionen, die Macht bedeuten, aber wenig Öffentlichkeit. Martin Bormann war dafür bekannt, in Gesellschaft seiner Frau gegenüber nicht gerade liebevoll gewesen zu sein. Seine Hauptgeliebte wurde für Jahre die als Schauspielerin agierende Manja Behrens. Kaum verständlich, dass Gerda Bormann nichts gegen die Affären ihres Mannes einzuwenden hatte, sondern sie im Gegenteil noch förderte. Gerda Bormann befürwortete die "Volksnotehe", die jedem Mann per Gesetz mehrere Frauen zur Verfügung stellen sollte. Ziel war die Schwängerung mehrerer Frauen, um so das Land völkisch aufzustocken. Erstmal kam jedoch am 18. September 1943 das neunte Bormann-Kind zur Welt namens Volker. Während sich im April 1945 Martin Bormann mit dem "Führer" im Bunker der Berliner reichskanzlei aufhält, flüchten Frau und Kinder mit anderen im April 1945 nach Südtirol, nicht ohne die Umbenennung in Gerda Bergmann. In Südtirol erkrankt Gerda Bormann, wie sie sich nun wieder nennt, und stirbt im März 1946 im 37. Lebensjahr. Ihre Kinder gab sie per Verfügung in katholische Pflegschaft, obwohl sie zu Lebzeiten das Christentum ablehnte. Ihr Gatte war zum Zeitpunkt ihres Todes weiter zur Fahndung ausgeschrieben und am 01. Oktober 1946 in Abwesenheit zum Tode verurteilt. 1972 wird ermittelt, dass Bormann Selbstmord begangen hatte im Mai 1945 in der Nähe des "Führerbunkers" in Berlin. (Quelle: "Die Frauen der Nazis II" von Anna Maria Sigmund, Ueberreuter Wien 2000; ISBN 3-8000-3777-7; S. 7-44) |
| Eva Braun (in Vorbereitung) |
| Anni Brunner 1938 lernte Alois Brunner in Wien Adolf Eichmann kennen. Am 16.10.1939 erhält Eichmann als Leiter der "Zentralstelle für jüdische Auswanderung" sämtliche Vollmachten für die "Umsiedlung der Juden". 1940 verlieben sich Anni Röder und Alois Brunner ineinander. Anni Röder arbeitet als Sekretärin in der "Zentralstelle für jüdische Auswanderung", in der Brunner "als treuer Befehlsempfänger" arbeitet, der "lieber mehr Leistung erbringt als gefordert". Brunner wird SS-Obersturmführer und ab 01.01.1941 Nachfolger von Eichmann. Mit Kriegsende 1945 flüchtet Alois Brunner und arbeitet unter falschem Namen in Essen (BRD) bis 1954. Anni Brunner geht nach Wien zurück. 1945 wird Tochter Irene geboren, die stets in Verbindung mit ihrem Vater bleibt und ihn regelmäßig besucht. Derweil bezieht ihre Mutter Anni Röder, verehelichte Brunner, Witwenrente. Anni Brunner prozessiert um Mobilar, daß ihr 1956 seitens des Gerichts zugesprochen wird. Es handelt sich um bei Judenenteignungen erworbene Sachen. Eine jüdische Amerikanerin mußte vierzig Jahre prozessieren, um an ein Erinnerungsstück ihrer Eltern zu kommen, daß so lange im Besitz Anni Brunners war. (Quelle: Doku "Die Akte B. - Alois Brunner. Die Geschichte eines Massenmörders" von Dr. Georg M. Hafner und Esther Schapira, Hessischer Rundfunk 1998) |
| Magda Goebbels (in Vorbereitung) |
| Carin Göring (in Vorbereitung) |
| Emmy Göring (in Vorbereitung) |
| Lina Heydrich Der Stellvertretende Reichsprotektor von Böhmen und Mähren Reinhard Heydrich wurde am 27. Mai 1942 bei einem Attentat tödlich verletzt und starb. Die Rache der SS war die Zerstörung des Dorfes Lidice und die Ermordung und Deportierung der Bevölkerung. Lina Heydrich wurde von der tschechischen Militärkommission in West-Berlin beschuldigt, Mißhandlungen und Hinrichtungen von Häftlingen angeordnet zu haben, 1945 aus tschechischem Besitz Gold, Juwelen und wertvolle Kunstgegenstände gestohlen und bei ihrer Flucht mitgenommen zu haben. Sie wurde nicht an die Tschechoslowakei ausgeliefert. Im Gegenteil: Der Entnazifizierungs- Berufungsausschuß Kiel stufte sie 1951 rechtskräftig als Entlastete ein, die Vermögenssperre wurde aufgehoben. 1956 sprach ihr das Landessozialgericht in Schleswig- Holstein die üppige Pension ihres Mannes mit der Begründung zu, Reinhard Heydrich sei "als Soldat im Kampf gefallen". In den sechziger Jahren war sie die Besitzerin einer Gaststätte auf der Insel Fehmarn, in der sich regelmäßig SS- und andere Kameraden trafen. Sie starb in den achtziger Jahren in ihrem Haus auf Fehmarn. (Gudrun Schwarz in "Eine Frau an seiner Seite. Ehefrauen in der SS-Sippengemeinschaft" 1997, S.210/215) |
| Hedwig Höß (in Vorbereitung) |
| Ilse Koch (in Vorbereitung) |
| Irene Mengele (in Vorbereitung) |
| Unity Valkyrie Mitford (in Vorbereitung) |
| Karoline Rascher (in Vorbereitung) |
| Geli Raubal (in Vorbereitung) |
| Henriette von Schirach (in Vorbereitung) |
Frauen als Karrieristinnen und Alibifrauen |
| Hanna Reitsch (in Vorbereitung) |
| Leni Riefenstahl (in Vorbereitung) |
| Winifred Wagner (in Vorbereitung) |
Frauen mit offiziellen Funktionen im politischen NS-Apparat |
| Trude Mohr (in Vorbereitung) |
| Dr. Jutta Rüdiger - |
| Gertrud
Scholtz-Klink - Reichsfrauenführerin (ranghöchste
Frau im »III. Reich«) Geboren am 09.02.1902 in Adelsheim in Baden. 1925 Eintritt in die NSDAP, 1930 in die SS. Nach dem Tod ihres ersten Mannes, mit dem sie sechs Kinder hatte, wurde sie vor der NS-Machtübernahme beim politischen Aufbau der NS-Frauenschaft aktiv. Im November 1934 wurde sie von Hitler offiziell zur Reichsfrauenführerin ernannt. Sie heiratete 1940 den SS-Obergruppenführer und Inspekteur der "nationalpolitischen Erziehungsanstalten" August Heißmeyer. Nach Ende der Naziherrschaft verwandelte sich das prominente SS-Ehepaar in die einfachen Eheleute Heinrich und Maria Stuckebrock und fand Zuflucht im Schloß Bebenhausen Nähe Tübingen bei der Fürstin Pauline zu Wied. Sie ließen sich entnazifizieren. Am 28.02.1948 wurden sie identifiziert und verhaftet. Am 14. April 1948 verurteilte sie ein französisches Militärgericht wegen Verwendung falscher Papiere zu 18 Monaten Gefängnis. Die Spruchkammer in Tübingen stufte beide am 05. Mai 1950 in die Gruppe der Hauptschuldigen ein. Heißmeyer erhielt drei Jahre Internierungslager und Gertrud Scholtz-Klink 30 Monate Arbeitslager. Nach Verbüßung der Strafe lebte das Ehepaar in Tübingen-Bebenhausen. 1978 erschienen die Memoiren von Gertrud Scholtz-Klink, in denen sie den Nationalsozialismus positiv bewertete. Gatte Heißmeyer verstarb in Tübingen- Bebenhausen am 16. Januar 1979. Gertrud Scholtz-Klink starb im gleichen Ort am 24.03.1999. (Quellen: Gudrun Schwarz in "Eine Frau an seiner Seite. Ehefrauen in der SS-Sippengemeinschaft" 1997, S. 86 sowie "Lexikon Nationalsozialismus. Begriffe, Organisationen und Institutionen" von Hilde Kammer und Elisabet Bartsch, Rowohlt Taschenbuch Verlag 1999, S. 346). "Nach den Kriterien des Gerichts konnte ihr keine verbrecherische Handlung nachgewiesen werden. Als strafmildernd wurde festgehalten, daß sie sich in ihrer politischen Arbeit "vorwiegend mit den hauswirtschaftlichen, sozialen und karitativen Aufgaben der Frauen" befaßt habe. Daß diese Aufgaben dem eugenischen und rassistischen Zielsetzungen der NS-Politik zugeordnet waren, wurde somit auch durch die Gegner des Nationalsozialismus verdeckt. Auch der Tatbestand ihrer Weiblichkeit minderte in den Augen der Richter ihre Schuldfähigkeit. Dem Gericht fehlten die Kategorien, um die Täterschaft der NS-Frauen zu ermessen." Zitiert: Annette Kuhn 1996 |
Frauen mit offiziellen Funktionen in Terroreinrichtungen des NS-Systems |
| Jane B. -
KZ-Aufseherin am 05.10.1908 in Sagan in Schlesien geboren, bewarb sich auf Grund einer Zeitungsnotiz im Februar 1939 als Aufseherin im Lager Lichtenburg und wurde ins Frauen-KZ Ravensbrück übernommen. Mitte 1940 war sie für ein Vierteljahr nach Mauthausen abkommandiert, kehrte dann nach Ravensbrück zurück. Sie erhielt 1941 ihre zweite Abkommandierung nach Mauthausen, kam danach in ein Außenlager Ravensbrücks, St. Lambrecht in der Steiermark, in welchem weibliche Häftlinge landwirtschaftliche Arbeiten verrichten mußten, reiste 1944 kurz nach Ravensbrück zurück und blieb bis zum Kriegsende in Groß-Rosen. Sie wurde nie angeklagt. (Irmtraud Heike in "Frauen in Konzentrationslagern. Bergen-Belsen. Ravensbrück" Edition Temmen 1994, S. 237) |
| Hertha Ehlert - KZ-Aufseherin
geb. Ließ, verh. Naumann, wurde am 26.03.1905 in Berlin geboren. Sie meldete sich wahrscheinlich am 15.11.1939 freiwillig als Aufseherin nach Ravensbrück, wurde im Herbst 1943 nach Lublin, im November 1944 nach Auschwitz versetzt und gelangte mit einem Evakuierungstransport im Februar 1945 nach Bergen-Belsen. Sie wurde im Bergen-Belsen Prozeß zu 15 Jahren Haft verurteilt, aber vorzeitig am 07.05.1953 entlassen. (Irmtraud Heike in "Frauen in Konzentrationslagern. Bergen-Belsen. Ravensbrück", Edition Temmen 1994, S. 237) |
| Irma Grese -
SS-Kommandoführerin im KZ Bergen-Belsen in Neustrelitz geboren, wurde 1942 in Ravensbrück als SS-Aufseherin ausgebildet, kam im März 1943 nach Auschwitz-Birkenau und wurde im Frühjahr 1945 von Josef Kramer nach Bergen-Belsen geholt. Sie wurde im Lüneburger Prozeß neben zwei weiteren Angeklagten zum Tode verurteilt und Ende 1945 in Hameln hingerichtet. "Sie ist nur 21 Jahre alt, aber sie steht an Grausamkeit den abgebrühtesten SS-Verbrechern in nichts nach." schreibt "Der Morgen" am 02.10.1945. ("Frauen in Konzentrationslagern. Bergen-Belsen. Ravensbrück" Edition Temmen, S. 257) |
| Dr. Eva Justin -
"Rassenforscherin" und
"Kriminalbiologin" Bis 1933 - Mittlere Reife, Krankenpflege, Abitur. 1934 - assistiert Dr. Justin Dr. Robert Ritter bei dessen genealogischen Forschungen zu "Vagabunden, Gaunern und Räubern". Ab 1936 Mitarbeiterin Ritters in der "Rassenhygienischen und bevölkerungsbiologischen Forschungsstelle des Reichsgesundheitsamtes". Seit 1941 arbeitet sie u. a. als "Kriminalbiologische Assistentin" in den Mädchen- und Jungen-KZ. Ihre kriminalbiologischen Selektionen entscheiden über die Schicksale der inhaftierten Mädchen und Jungen: über deren Sterilisierung, Deportierung, Einweisung in "Heil- und Pflegeanstalten" ("Euthanasie") oder Verschickung als "Kanonenfutter". Im März 1943 dissertiert sie über "Lebensschicksale artfremd erzogener Zigeunerkinder und ihrer Nachkommen". Hierfür hat sie Sinti-Kinder in einem Kinderheim ausführlich "behandelt". Sie sterben fast alle unmittelbar danach in den Gaskammern von Auschwitz. Nach 1945 manipuliert sie die Fragebogen im "Entnazifizierungsverfahren" und wird als "politisch nicht belastet" eingestuft. Am 01. März 1948 tritt sie ihr neues Amt als "Kriminalpsychologin" bei der Stadt Frankfurt/M. an. Ihr direkter Vorgesetzter heißt wieder Robert Ritter. Die Verbrechen der beiden "Wissenschaftler" bleiben ungesühnt., ein Ermittlungsverfahren gegenüber Eva Justin wird im Jahr 1960 eingestellt. (aus dem Ausstellungskatalog "Wir hatten noch gar nicht angefangen zu leben" Jugend-KZ Moringen und Uckermark 1940-1945; Dezember 1997) |
| Margarete Mewes -
KZ-Aufseherin 1914 in Fürstenberg in der Nähe des späteren Frauen-KZ Ravensbrück geboren, bewarb sich 1939 freiwillig als Aufseherin in Ravensbrück und war zwei Jahre Arrestaufseherin im Bunker. 1947 wurde sie von einem britischen Militärgericht zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, aber bereits 1952 auf Grund guter Führung entlassen. (Irmtraud Heike/ Andreas Pflock in "Frauen in Konzentrationslagern. Bergen-Belsen. Ravensbrück" Edition Temmen 1994, S. 249) |
| Herta Oberheuser - SS-Ärztin
im KZ Ravensbrück Unter den an Hand des Aktenmaterials nachweisbaren 3 Ärztinnen und 20 Ärzten, die in Ravensbrück ihren Dienst versahen, waren die Frauen: Dr. med. Erika Jantzen-Köhler, Dr. med. Herta Oberheuser und Dr. med. Gerda Weyand- Sonntag. Die 1912 geborene Herta Oberheuser meldete sich freiwillig für das KZ. Oberheuser war an Selektionen für die Versuche beteiligt, nahm selbst pseudomedizinische Versuche und Experimente an lebenden inhaftierten Häftlingsfrauen vor. Bekannt wurden durch sie vorgenommene Benzolinjektionen und Sulfonamid- Experimente. Sie gestand vor Gericht, durch Injektionen mehrere Patientinnen getötet zu haben. Nach Kriegsende wurde sie als einzige Frau im so genannten Nürnberger Ärzteprozess zur Veranwortung gezogen. Sie wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt, wurde jedoch 1952 bereits wieder auf Grund einer "Strafminderungsregelung" vorzeitig aus der Haft in Landsberg entlassen. Der ehemaligen KZ-Ärztin gelang es (mit Hilfe von Gleichgesinnter, einem staatlichen Kredit und Übergangsgeld als "Heimkehrerin") sich als praktische Ärztin in dem Dorf Stocksee bei Neumünster in Schleswig-Holstein eine neue Existenz aufzubauen. Erst am 11. August 1958 verfügte das schleswig-holsteinische Innenministerium den Entzug der Approbation als Ärztin - und das nur auf Grund des öffentlichen Drucks. Oberheuser klagte anschliessend noch durch mehrere Instanzen gegen den Behördenentscheid. Erst am 28. April 1961 gab Oberheuser ihr Zulassungsdokument zurück. Nach ihrer Praxistätigkeit arbeitete sie als Küchenangestellte in den Bodelschwinghschen Anstalten. Oberheuser starb am 24. Januar 1978 in einem Altenheim in Linz am Rhein. (Quelle: Ulrike Steenbuck "Herta Oberheuser- Ärztin in Ravensbrück. Biographie einer Täterin" in "«Ich habe mir Deutschland vom Leibe zu halten versucht.» Frauen im Nationalsozialismus und der Umgang 'nachgeborener' Frauen mit dem Gedenken." herausgegeben von Sabine Kock und Margot Kröger; Kiel 1998; ISBN 3-928794-24-8) |
| Nada Sakic - mutmaßliche
Kriegsverbrecherin wurde 1998 als 72jährige von Argentinien an Kroatien ausgeliefert. Ihr wird vorgeworfen, während des II. Weltkriegs in dem Frauenlager Stara Gradiska südöstlich von Zagreb an Folterungen an Frauen beteiligt gewesen zu sein. Ihr werden wegen ihrer Rolle in Stara Gradiska in den Jahren 1942 bis 1945 Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Verbrechen gegen internationales Recht und Kriegsverbrechen gegen ZivilistInnen vorgeworfen. Ihr Mann Dinko Sakic wurde im Juni 1998 von Argentinien an die kroatische Justiz ausgeliefert. Er gestand, 1942 bis 1944 Leiter des berüchtigten KZ Jasenovac gewesen zu sein. Beide wurden im argentinischen Badeort Santa Teresita festgenommen. (Quelle: AFP-Meldung vom 03.11.1998) |
© J. A. 08.04.2001 |
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Frauen im
II. Weltkrieg/Nationalsozialismus


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