Liebe Freundinnen und
Freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen,
FLUSS - das
Forschungsnetzwerk für lesbische und schwule Studien, möchte sich vorstellen.
FLUSS entstand im Mai 1998 durch eine Initiative der
Landesarbeitsgemeinschaft für lesbisch-schwule
Studien NRW und wurde durch die Unterstützung des
Schwulen Netzwerks NRW sowie des Ministeriums für
Wissenschaft und Forschung NRW ermöglicht. Die
Geschäftsstelle ist an der Universität GH Siegen
eingerichtet und wird von Sabine Ayshe Peters
geleitet.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im
Bereich lesbische und/ oder schwule Themen arbeiten,
sind in Nordrhein-Westfalen - und ebenso in
Deutschland - weitestgehend isoliert. Um dieser
Isolierung entgegenzuwirken gehören zu den Zielen
von FLUSS die Vernetzung lesbischer und schwuler
Forschung, z.B. mit Arbeiten aus den Bereichen der
"Queer-" und Genderstudien, aber auch die
Initiierung, Förderung, Unterstützung und
Begleitung wissenschaftlicher Arbeiten. Ergänzend
sollen Forschungsprojekte und abgeschlossene Studien
dokumentiert und - soweit möglich - zugänglich
gemacht werden.
Langfristiges Ziel des Forschungsnetzwerks ist die
Integration interdisziplinärer lesbischer und
schwuler Forschung in das ordentliche Lehrangebot der
Hochschulen des Landes. Neben dem Bereich der
akademischen Wissenschaften soll jedoch auch die
Anerkennung und Förderung außeruniversitärer
lesbisch-schwuler Forschung, wie sie beispielsweise
von Archiven und Museen geleistet wird, erreicht
werden.
Darüberhinaus organsisiert FLUSS für den Herbst
1999 eine internationale, interdisziplinäre
Fachkonferenz zum Stand lesbischer und schwuler
Forschung. Hier soll insbesondere die strukturelle
und finanzielle Situation lesbisch-schwuler
Wissenschaften erörtert werden.
FLUSS ist ein Forschungsnetzwerk und als solches lebt
es nicht zuletzt auch von der Kommunikation mit
Forschenden in lesbischen und schwulen
Studienbereichen sowie der Kooperation mit anderen
Netzwerken, Verbänden, Initiativen, Projekten,
Gruppen und Einzelnen. Deshalb würden wir uns sehr
freuen, von Ihnen zu erfahren, welche Arbeiten
lesbisch-schwuler Forschung in Ihrem Bereich
durchgeführt wurden oder werden, welche Projekte
geplant sind, wo und wann Vorträge oder Tagungen
stattfinden, welche Erfahrungen Sie sowohl mit der
strukturellen als auch finanziellen Förderung
lesbisch-schwuler Wissenschaft gemacht haben oder was
sonst für die Netzwerkaufgaben interessant sein
könnte.
Wenn Sie mehr über FLUSS wissen möchten, freuen wir
uns über einen Anruf oder einen Brief von Ihnen.
Sabine Ayshe Peters im Oktober 1998