
Report from Australia
Chris und Jill
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| Ein Gedicht von einer Freundin Die Berührung von Händen, die fühlen, Augen, die sehen, so anders als es nur sein kann. Etwas Besonderes... Es ist nicht schwer zu wissen, wenn man sich für den Weg entschieden hat, ihn zu gehen, ihn zu leben! Es ist Liebe, so tief und sicher, geborgen, sauber und pur ein spezielles Beisammensein. Zwei Paar Lippen, die so weich sind, wie der Morgenwind im Tau, Seite an Seite, mit nichts anderem als Vertrauen, wie Magneten zieht es Deine Hände an um sie zu berühren, eine weiche, zärtliche Hand, die sammt-seidene Haut berührt, die Deinen Körper heranstreicht und Dir sanftes Schaudern gibt. Wie Gott Deine Seele mit zärtlicher Hand streift, diese Hände bringen Dir Gefühle, die niemand kontrollieren kann. Zwei gleiche Seelen zusammen, die dasselbe fühlen, vor allem Schmerz aus Vergangenem zu vergessen. Dein Begehren wird unsagbar leicht und einfach, zwei Körper in untrennbarem Licht. Die Seele und der Verstand in tiefem Frieden und Verlangen überwiegt, zurück zu der samtenen Haut, die vor Verlangen und Liebe glüht, knistert, wie Elektrizität, auf lüsternen Wolken schwebt, wenn Du an ihr hinabgleitest. Ihr liegt da in stiller Harmonie, friedlich, befriedigter Seeleneinklang, wenn Haut Haut berührt, soo warm und tröstend. Was macht es aus, wenn die Welt nichts versteht von dem inneren Frieden, der Liebe, Lust und des Vertrauens, was wir teilen. Es macht nichts aus, solange diese zwei Seelen ihre Gefühle teilen und leben. Der Blick in Deine Augen, wenn ich Dein Haar berühre, wer würde wagen nach mehr zu fragen, als das was wir schon fühlen und teilen. Wenn zwei Frauen glückliches Zusammensein teilen- dann ist das Leben wirklich lebenswert. © May (65) from NSW, Australia |
von Chris und Jill Vor ca. 2 Jahren kam ich (Chris, 40) aus Deutschland mit meiner Partnerin und Lebensgefährtin Jill (50, Australierin) hierher, um mit Jill in Australien zu leben. In Deutschland existiert kein Gesetz das internationale Partner auf Dauer dort leben lässt. 6 Monate für Jill` s Visum waren alles, was wir bekommen konnten. Wir wussten, das es in Australien möglich ist ein spezielles Visum zu beantragen, das es dem ausländischen gleichgeschlechtlichen Partner erlaubt hierzubleiben, wenn der australische Partner der Sponsor wird und die wirkliche Existenz der Liebesbeziehung mit zahlreichen Beweisen erbracht wird. Wir befinden uns noch im Visaprozess auf Daueraufenthalt, aber wir sind schon einen Schritt weiter, wir erhielten ein temporäres Visum für 2 Jahre. Nach den 2 Jahren wird weiterhin die Dauerexistenz der Beziehung mit Einbringen von weiteren Beweisen abgecheckt und wir werden zu einem Interview einbestellt. Als wir hierher kamen, dachten wir, da dieses Gesetz hier für lesbische Paare existiert, das auch die Frauen zusammen arbeiten würden, in Form von Kontaktaufnahme und Weiterhilfe. Das Gegenteil ist der Fall. Sie leben alle zurückgezogen, in der "Verbannung", ausser in Sydney, wo es etwas besser ist, aber auch dort vorwiegend in Männerhand ähnlich wie in D. So waren wir ziemlich alleine auf uns gestellt und es war schon nervig mit der Zeit. Wir versuchten laufend Kontakte zu bekommen, auf Tanzabenden für Frauen, (die liessen einen gar nicht in ihre festen Grüppchen hinein, es sei denn, man kannte einige der Frauen durch Zufall), auch private Kontakte, keiner wusste etwas oder half einem weiter. Durch Zufall wieder lernten wir ein Paar über`s Internet kennen, wovon eine der Partnerinnen US-Amerikanerin ist. Welch eine Sternstunde etwas über den ganzen Prozess zu erfahren! Schliesslich beschlossen wir uns professionelle Hilfe einzuholen, in Form einer Anwältin, welche vieles doch einfacher machte aber auch dementsprechend kostete. Die Anwältin war/ist eine reizende und sehr hilfsbereite Person, es machte Freude mit ihr zusammen zu arbeiten. Weiterhin versuchten wir auch private Kontakte für jedwedige Freizeitbeschäftigungen zu bekommen, niemand von den Vereinen antwortete oder half uns auch da weiter oder die Adressen waren nicht mehr gültig. Wenn, meistens antworteten dann wieder Männer. Also, wir Frauen müssen wirklich lernen mehr Stolz auf uns und unsere sexuelle Präferenz zu entwickeln, zusammen zu halten und vor allem einander zu vertrauen und zusammen zu arbeiten, andernfalls wird sich nie etwas an der Situation ändern. Wir sitzen doch alle im selben Boot, wir können nicht nur in der Versenkung verschwinden und anderen und vor allem homosexuellen Männern die ganze Arbeit und das Geschehen überlassen. Wir haben schon unsere Geschichte der Vergangenheit nur den Männern überlassen, wo also beginnt unsere Zukunft? Vielleicht hat/haben ja einige von Euch ähnliche Erfahrungen gesammelt, vor allem in Sachen internationale Partnerschaft und Daueraufenthaltsrecht- es würde uns freuen, von Euch zu hören. Also, bis dahin, wir grüssen Euch herzlichst Chris und Jill email: maurice@ambience.com.au |
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© Chris und Jill (Juli 1999/ Jan 2001) |
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