Bestelladresse & Kontakt:
Banataba c/o
Projekt Afrika
Postfach 303142
10729 Berlin
email: renate.baum@berlin.de
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1999 haben Frauen aus Berlin
die erste Ausgabe von Banataba herausgebracht.
Bantaba ist ein Infobrief, indem Frauen
ihre Erfahrungen und Gedanken publizieren, die sie als
Frauen, die in deutsch- afrikanischen Beziehungen
leb(t)en, bewegen.
Die (Liebes)Beziehungen mit Schwarzen bringen im
deutschen Alltag oft unvorhergesehene Hürden mit sich:
strukturellen Rassismus (im sozialen Umfeld und bei
Behörden), schwierige gesetzliche Aufenthaltsregelungen,
soziale Probleme, die generelle und stetige Hinterfragung
und Optimierung von Rollenverständnissen, Traditionen,
Werten und Normen...
Deutlich wird in Bantaba, dass
"meistens aufgeschlossene, tolerante und sehr
selbständige Frauen" eine Verbindung mit Schwarzen
eingehen, die häufig schon "Erfahrungen mit anderen
Kulturen machen konnten" und "sich die Freiheit
für eine unkonventionelle Lebensgestaltung
nehmen".¹
Die Palette der Themen in Bantaba reicht
von der Frage "Welche Ausbildungswege für meinen
Partner können empfohlen werden?" über
Reiseberichte und die "Faszination Afrika" bis
hin zur Thematik Sozialisation Schwarzer Kinder.²
In Bantaba Nr. 2 kommen die Mütter der
"Initiative Eltern Schwarzer Kinder Bielefeld"
zu Wort, die sich nicht nur mit Intoleranz gegenüber
ihrer Beziehung sondern auch mit dem Rassismus gegenüber
ihren Kindern auseinander setzen müssen, den diese im
sozialen Umfeld (Kindergarten, Schule...) erleben.
» Wir haben gelernt, daß es
kein Patentrezept im Umgang mit Rassismus gibt.
Jede Betroffene hat das Recht, so zu reagieren,
wie sie es in der gegebenen Situation angebracht
findet «
Barbara, Initiative Eltern
Schwarzer Kinder Bielefeld |
Die Mütter Schwarzer Kinder wollen u. a. der Ausgrenzung
ihrer Kinder vorbeugen, denn "wenn ein Mensch eine
Besonderheit aufweist - egal ob das die Hautfarbe, ein
gebrochener Arm oder eine Behinderung ist - dann fällt
alles Positive und Negative an dieser Person noch
stärker auf."
Deshalb wollen sie ihre Kinder zu starken,
selbstbewussten Persönlichkeiten erziehen und ihnen bei
ihrer Identitätsfindung beistehen.
» Betroffenheit allein bedeutet
noch keine Kompetenz im Umgang mit
ausländerfeindlichen Menschen. Das Wissen muß
erst in Seminaren und zahlreichen Diskussionen
erworben werden «
Barbara, Initiative Eltern
Schwarzer Kinder Bielefeld |
Wer also zum Beispiel über das 1998
eröffnete "Bronzeville Children`s Museum"
(BCM) in Chicago und dessen Gründerin Peggy A. Montes
mehr erfahren möchte - oder einfach Lust hat, mal wieder
"über den Tellerrand" zu schauen hat mit Bantaba
eine Möglichkeit dazu. Eine Frau brachte in einem
Leserinnenbrief ihre Freude über Bantaba
wie folgt auf den Punkt:
| Mit Bantaba "faßt
jetzt eine das ganze Durcheinander in Worte und
ordnet etwas. Wir bekommen Struktur in die vielen
Fragen und unterschiedlichen Erwartungen, die wir
Frauen im Zusammenhang mit deutsch- afrikanischen
Beziehungen und deren Aufarbeitung haben."
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Zwei Ausgaben sind bislang erschienen - vom
"Infobrief für Frauen in deutsch- afrikanischen
Liebesbeziehungen, Partnerschaften und Familien".
Sie beinhalten Biografisches, Austausch, Infos, Adressen,
Tipps.
Für die 3. Ausgabe ab Winter 2001/02 gibt es Aussicht
auf Kooperation mit Studentinnen der Evangelischen
Fachhochschule für Sozialarbeit Berlin, Fachbereich
Interkulturelle Sozialarbeit. Für die nächste Ausgabe
sind wieder Texte, LeserInnenbriefe, Buchbesprechungen,
Veranstaltungshinweise, Werbe-Aufträge sowie große und
kleine Spenden willkommen.
» Banataba Nr. 3 kann ein Forum
sein für Gelungenes, Gefundenes, Gesuchtes,
Vermißtes in deutsch- afrikanischen
(Liebes-)Beziehungen, für Erfahrungen mit der
"deutschen Lei(d)tkultur" und mit dem
Jahr des "Dialogs zwischen den
Kulturen" (UNO 2001) «
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