Ganz normale Alltagstypen.
Militär und sexualisierte Gewalt gegen Frauen
von Anne Gündel





Mit freundlicher Genehmigung von:
"illoyal. Journal für Antimilitarismus"
Heft 7 Frühling 1999
Titel: "Männer, Frauen, Militär"

  Ganz normale Alltagstypen.
Militär und sexualisierte Gewalt gegen Frauen

Friedrich Nietzsche

"Der Mann soll zum Krieger erzogen werden
und das Weib zur Erholung des Kriegers;
alles andere ist Torheit."(1)


Ahistorisch, ignorant und irreführend weist der britische Schriftsteller Michael Ignatieff in seinem Buch "The Warrior's Honour" auf die sexuelle Dimension heute angeblich veränderter Kriegsführung hin: "Eine Straßensperre in Bosnien zu passieren, wo heranwachsende Jugendliche mit dunklen Brillen und eng anliegenden Khaki-Kampfanzügen AK 47-Gewehre herumschwenken, bedeutet eine Zone toxischen Testosterons zu betreten. Krieg hatte immer eine sexuelle Dimension - eine Soldatenuniform ist keine Garantie guten Benehmens -, aber wenn ein Krieg von heranwachsenden Irregulären geführt wird, wird sexuelle Barbarei eine ihrer regulären Waffen." (2) In dieser biologistischen Bemäntelung sind Täter die eigentlichen Opfer. In Wahrheit ist nicht überschäumendes Testosteron die Ursache für sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Diese ist fester und identitätsstiftender Bestandteil militärischer Handlungen.

Sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist nachweislich eine der "Spielregeln" des Krieges und zieht sich als Mittel zur Kriegsführung durch Jahrtausende patriarchaler Geschichte, unabhängig von Nationalität, Region, Kultur, Ideologie. (3) "Dem Sieger gehört die Beute", hieß es schon in der Antike. Griechen, Perser, Römer eroberten Frauen als Arbeitssklavinnen und Nebenfrauen. Die Verfügungsgewalt über Frauenkörper als Kriegslohn war ein Lockmittel bei der Anwerbung von Söldnern - dem gemeinen Landsknecht stand das Privileg des Schändens und Plünderns zu. Vergewaltigungen waren ebenso Begleiterscheinungen des Hundertjährigen Krieges zwischen Frankreich und England wie der französischen Religionskriege. Die deutschen Truppen begingen 1914 Vergewaltigungsorgien in Belgien und Frankreich. Vergewaltigt wurde von US-amerikanischen Soldaten in Vietnam und vergewaltigt wurde in den Befreiungskriegen in Afrika.

Die Täter senden die Botschaft: "Du existierst als Person und als Mensch nicht." Eine Regel des Kriegers in der männlichen Kommunikation lautet: Die Frau des Feindes vergewaltigen. Er schüchtert mit seiner Tat den Gegner ein und demoralisiert sein Opfer - die Schändung der Frau durch den Sieger zerstört bei den unterlegenen Männern alle noch verbliebenen Illusionen von Macht und Besitz. Der Sieger vergewissert sich seiner eigenen Macht und befriedigt das Gefühls, zu den "wahren Männern" zu gehören. (4) Sind gerade keine Frauen des Feindes verfügbar, dienen als Opfer des Kriegers Frauen jeglicher Nationalität. Massenvergewaltigungen von Frauen sind keineswegs Aktionen sinnloser Brutalität, sondern kulturzerstörerische Akte mit strategischer Bedeutung. (5) Das heißt nicht automatisch, daß jeder Soldat vergewaltigt. Schlimmer: Es handelt sich um eine Verhaltensweise, die in der Konstruktion des Soldatseins und in den heterosexistischen Männlichkeitsvorstellungen, die Armeen zur Verfügung stellen, strukturell angelegt ist. (6)

Sexuelle Versklavung von Frauen durch das Militär:
Vergewaltigungen und sexuelle Sklaverei zu Kriegszeiten haben eine militärische Bedeutung. Es ist müßig, zu unterscheiden, ob Frauen mit Gewalt oder Geld gezwungen werden und durch welche Institutionen oder Mittel ihnen Gewalt angetan wird. Alles ist Teil eines militaristischen Konzepts, das Männern das Verfügungsrecht über Frauenkörper zuspricht. Die Grenzen zwischen sogenannter freiwilliger Prostitution, Sexsklaverei und Vergewaltigung sind fließend. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen wird völlig unabhängig von der Existenz oder Nichtexistenz militärischer Zwangsbordelle in Kriegen ritualisiert.

Massenvergewaltigungen:
Eine der brutalsten neuzeitlichen Massenvergewaltigungen verübte die japanische Armee 1937 bei der Einnahme von Nanking, was in die zeitgenössische Presse als "Vergewaltigung von Nanking" einging. (7) Wehrmacht und SS vergewaltigten in den eroberten Gebieten systematisch Frauen. (8) Soldaten der Roten Armee vergewaltigten etwa zwei Millionen Frauen in Polen und Ostdeutschland. (9) Während der irakischen Besetzung Kuwaits 1990 folterten und vergewaltigten irakische Soldaten Frauen aller Altersstufen. (10) Die Beispiele lassen sich in der Gegenwart für Afrika, Asien (Burma, Indonesien) oder auch Kurdistan beliebig fortsetzen. Mehrere hunderttausend Frauen sind in Kroatien und Bosnien während des Krieges von allen Parteien und eben nicht nur den bosnischen Serben vergewaltigt worden (11), viele von ihnen mehrmals, viele wurden ermordet. Im Juni 1992 verlautbarte ein Soldat der "Green Berets", einer paramilitärischen Kampfgruppe der bosnischen Muslime, daß er für jede Busfuhre Frauen, die er den Soldaten brachte, 200 DM kassierte. Wenn er keiner serbischen Frauen habhaft werden konnte, waren eben kroatische oder moslemische dran: Hauptsache den Bus voll Frauen, und die 200 DM flossen. Die Krieger tragen diesen Krieg gegen Frauen an die "Heimatfront". In den Städten Ex-Jugoslawiens verdoppelten sich die Vergewaltigungen, Todesdrohungen und die Anwendung von Waffen in familiären Auseinandersetzungen. (12)

Militärbordelle:
Japanische Militärs verschleppten schätzungsweise 200.000 Einwohnerinnen der von der Kaiserlichen Armee besetzten Gebiete - besonders aus Korea, aber auch China, Taiwan und den Philippinen - als "verderbliches Kriegsgerät" in sogenannte Vergnügungslager. (13) Generalstabsmäßig wurden vier bis fünf der sogenannten "Trostfrauen" auf je 2.000 Soldaten eingeplant. (14) Die Frauen fielen massenhaft den Brutalitäten der Soldaten zum Opfer, infizierten sich mit Geschlechtskrankheiten, begingen Selbstmord oder wurden - gepfählt durch die Vagina - ermordet.

Bereits im Ersten Weltkrieg existierten im Hinterland des deutschen Kaiserheeres Bordelle, die von der Armee verwaltet wurden. Allein der Verdacht, daß eine Frau "gewerbliche Unzucht" betrieb, genügte, um sie in eines dieser vielen Bordelle einzuweisen. Streng voneinander getrennt waren Mannschafts- und Offiziersbordelle. (15) Im Zweiten Weltkrieg perfektionierte die Wehrmacht die staatlich organisierte Sexsklaverei. Mit dem Erlaß zur "Wiedereinrichtung von Bordellen und zur kasernenartigen Zusammenfassung von Prostituierten" vom 9. September 1939 schuf der Reichsinnenminister im Operationsgebiet der Wehrmacht kontrollierte Bedingungen der "geschlechtlichen Betätigung" der Wehrmacht. (16) Das OKW (17) richtete ab Mitte 1940 etwa 500 Wehrmachtsbordelle ein, in die zumeist osteuropäische Frauen, zumal Jüdinnen gezwungen wurden, und verband dies vorrangig mit dem Gedanken, durch kontrollierten Geschlechtsverkehr und kontrollierte "Sanierung" die Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten und Homosexualität einzudämmen. Jüdische Frauen wurden tätowiert bzw. erhielten den Stempel "Feld Hure" - "Hure für Hitlers Truppen". (18) Die in die Bordelle gezwungenen Frauen wurden nach einer gewissen Zeit ermordet. Der NS-Staat errichtete auch in Konzentrationslagern Bordelle, deren Besuch privilegierten Häftlingen als Leistungsanreiz zur Steigerung der Arbeitseffektivität gestattet wurde. Besondere Bordelle wurden für die SS-Wachmannschaften eingerichtet. Als Insassinnen dieser Bordelle wurden weibliche KZ-Häftlinge verwendet.

Das ist keine Vergangenheit. Aus den Untersuchungen der Wahrheits- und Versöhnungskommission in Südafrika wurde bekannt, daß bei Gewaltausbrüchen zwischen Anhängern des ANC und der Inkatha Freiheitspartei Frauen zur jeweils gegnerischen Partei verschleppt und dort zwangskaserniert wurden. In den Ausbildungslagern des ANC im Exil benutzten die männlichen "Kampfesgenossen", besonders Vorgesetzte, Frauen als Sexsklavinnen. (19)

Kindersoldatinnen:
Medienberichte sprechen zumeist von männlichen Kindersoldaten. Das Rekrutieren von Kindern kennt aber keine Geschlechtergrenzen, vermutlich sind ein Drittel der weltweit etwa 300.000 Kindersoldaten Mädchen. (20) Mädchen dienen als Soldatinnen, müssen Lasten tragen, kochen und die "sexuellen Bedürfnisse" der Männer befriedigen. In einer Gesellschaft, in der Frauen erst durch eine heterosexuelle Ehe vollwertige Menschen werden, sind diese Mädchen, die oft von ihren Vergewaltigern Kinder austragen, stigmatisiert.

Die systematische Vergewaltigung von Frauen und Entführung von Mädchen gehört zur Kriegsstrategie der Lord's Resistance Army (LRA) unter Joseph Kony in Uganda. Im Alter von 13 Jahren werden die Mädchen mit älteren Soldaten zwangsverheiratet, die dadurch für soldatische Leistungen "belohnt" werden, und gelten als sein Eigentum. Jeglicher sexuelle Kontakt mit anderen LRA-Mitgliedern ist verboten. Der Besitz von Frauen, Polygamie und das exklusive Verfügungsrecht eines Ehemanns über seine Frauen werden in der LRA brutal durchgesetzt. Mit zunehmendem soldatischen Rang steigt die Anzahl der "Ehefrauen". (21)

Berüchtigt ist die Revolutionary United Front (RUF) in Sierra Leone, die seit Beginn des Bürgerkrieges 1991 Kinder entführt und als Soldaten rekrutiert. Als Kadiatu 13 Jahre alt war, ermordete die RUF ihre Familie und entführte das Mädchen als Kriegsbeute. Noch am Abend der Ankunft im Lager wurde sie Eigentum eines Rebellen. Zuweilen fielen auch andere über sie her. Ihre Geschichte wurde bekannt, da sie im Rahmen eines Unicef-Projektes psychologisch betreut werden kann. (22) Gegenwärtig morden etwa 5.000 Jungen und Mädchen als Kindersoldaten in diesem Land. Teilweise werden sie bereits mit sechs, sieben Jahren zum Töten abgerichtet.

In Mosambik benutzte die oppositionelle Renamo entführte Mädchen als Arbeits- und Sexsklavinnen. In den Militärlagern wurden sie zunächst in einem sogenannten "Angewöhnungsort" gefangengehalten. In diesem Sonderlager vergewaltigten Renamo-Soldaten die entführten Mädchen mehrmals täglich. Viele starben. Überlebende können keine Hilfe erwarten. Die ehemaligen Krieger sind die Politiker, Polizisten und Armeeangehörigen von heute. Joana, eine Überlebende: "Wir wanderten drei Tage, bevor wir zum Lager kamen. Wer das Marschtempo nicht mithalten konnte, wurde sofort getötet. Als ich zum Lager kam, wurde ich von den Jungen getrennt. Ein Soldat kam, suchte sich ein Mädchen aus und nahm sie mit in den Busch. Wir hörten Schreie. Sie kam zurück, und nach einigen Tagen starb sie. Der Soldat hatte sie mit einem Bajonett in der Vagina verletzt, um sie weit zu machen, denn er meinte, sie sei zu eng. ... Als ich an der Reihe war, litt und weinte ich sehr. Aber meine Seele ging aus meinem Körper heraus. Ich sah, wie die Soldaten meinen Körper vergewaltigten, und es schien, als wäre es der Körper eines anderen Menschen. ... Ich überlebte, denn der Kommandant wählte mich aus, seine Frau zu sein."(23)

Saubere Bundeswehr?
Ende 1994 erregte die Fürther CSU-Landrätin Gabriele Pauli Ärgernis, indem sie an Bundesfrauenministerin Claudia Nolte schrieb: "In Gesprächen mit Soldaten wurde mir geschildert, daß dort selbst von Führungskräften das Bild der Frau als 'Untermensch' und 'Sexmaschine' vermittelt wird." Den Vorwurf einer "sexistischen Indoktrination" der Bundeswehr wies der damalige Wehrbeauftragten des Bundestages, Biehle, strikt zurück. (24) Wenngleich dies keine Führungsdoktrin der Bundeswehr sein mag, Frauenwitze auf Internetseiten mit Bundeswehrbezug sprechen Bände über den Geist der Truppe und decken sich mit der Feststellung von Gabriele Pauli. Es genügt, einen Zug der Deutschen Bahn am Sonntagabend zu nutzen, um den Beschreibungen der Wochenendgestaltung gerade der Pubertät entwachsener Horden alkoholisierter Bundeswehrsoldaten zuzuhören - eine Alltagserfahrung, die keineswegs vom Erscheinungsbild wehrpflichtiger NVA-Soldaten in damaligen Zügen der Deutschen Reichsbahn abweicht.

Nach der Angebot-Nachfrage-Regel ist es nicht verwunderlich, daß sich in der Nähe von Truppenstandorten der Bundeswehr, insbesondere in ländlichen Gebieten wie der Lüneburger Heide, gehäuft Bordelle ansiedeln. (25) Werden irgendwo Truppen stationiert, folgt immer auch die sogenannte "Freizeitindustrie", d.h. Prostitution und die damit verbundene Kriminalität. (26)

Freier mit UN-Präservativen
Die militärische Intervention der UNO in Kambodscha am Anfang der 90er Jahre und die Anwesenheit von 15.000 UNTAC-Soldaten und etwa 5.000 Personen sonstigen Personals bewirkten eine Zunahme der Gewalt gegen Frauen einerseits (27) und eine hektische Aktivität internationaler Menschenhändler-Kartelle andererseits, die den UNTAC-Truppen "minderjähriges Frischfleisch" aus Vietnam lieferten. Die dunkelhäutigeren Kambodschanerinnen hatten einen geringen Marktwert. (28) Internationale Hilfsorganisationen und 175 kambodschanische Frauen beschwerten sich beim UNTAC-Kommandeur Yasushi Akahi wegen häufigen sexuellen Mißbrauchs von Frauen und Kindern durch seine Untergebenen. (29) Akahi tat das mit der Bemerkung ab, Jungs seien Jungs, "heißblütige 18-jährige". (30) Besorgt zeigte sich die UNTAC-Führung lediglich über die Häufung von Geschlechtskrankheiten unter ihren Soldaten und Zivilisten. Allein im deutschen Feldlazarett in Phnom Pen tauchten 1992 täglich bis zu 40 infizierte Soldaten auf, (31) obwohl allein die 150 Bundeswehrsoldaten kostenlose 50.000 Präservative im Reisegepäck hatten. (32)

Nach 1992 sorgten die 14.000 Soldaten der UNPROFOR-Truppen für eine Zunahme der Prostitution in Bosnien-Herzogowina und in Kroatien. Da in Kroatien Prostitution verboten war, standen den UNPROFOR-Truppen in Zagreber Bordellen nur osteuropäische Zwangsprostituierte zur Verfügung. Das duldete die kroatische Polizei. (33) Die spanische Zeitung "El Mundo" warf unter Bezug auf einen Bericht des spanischen Geheimdienstes der NATO vor, daß sie in ihren Militärlagern in Bosnien-Herzegowina Kinderprostitution toleriert. In den Militärlagern bei Sarajevo vergewaltigten Soldaten der SFOR-Truppen mehrfach 14- bis 15-jährige Bosnierinnen, die ihnen von einheimischen Zuhältern unter Kontrolle italienischer Militärangehöriger zugeführt wurden. (34)

Hat also auch eine UN- oder NATO- Interventionsarmee das Recht des Siegers?

Anne Gündel



Susan Brownmiller:
"Der Krieg liefert den Männern den perfekten psychologischen Freibrief, um ihrer Verachtung für Frauen Luft zu machen. Die Männlichkeit des Militärs - die brutale Waffengewalt, ausschließlich in ihren Händen liegend, das geistige Band zwischen Mann und Waffen, die männliche Disziplin des Befehlens und Durchführens von Befehlen, die simple Logik der hierarchisch geordneten Befehlsgewalt -, das alles bestätigt den Männern, was sie bereits lange ahnten, nämlich daß Frauen nur eine unerhebliche Nebensache sind in einer Welt, in der es auf andere Dinge ankommt... Männer, die im Krieg vergewaltigen, sind ganz normale Alltagstypen, die ihre Normalität verlieren, wenn sie in den exklusivsten Männerclub der Welt eintreten." (35)



(1) F. Nietzsche: Also sprach Zarathustra, Stuttgart 1964, S. 70.
(2) Zit. nach R. Wilke-Launer: Kanonenfutter und Killerkommandos, in: der überblick 4/98, S. 6 f.
(3) Vgl. S. Brownmiller: Gegen unseren Willen. Vergewaltigung und Männerherrschaft, Frankfurt am Main 1980, bes. S. 38 ff.
(4) Vgl. R. Seifert: Feministische Theorie und Militärsoziologie, in: Das Argument 190 (1991).
(5) Vgl. R. Seifert: Krieg und Vergewaltigung. Ansätze zu einer Analyse, in: A. Stiglmayer (Hg.): Massenvergewaltigung. Krieg gegen die Frauen, Freiburg 1993, S. 98 ff.
(6) Vgl. V. Fiegl: Die militärische Zurichtung des Mannes, in: beiträge zur feministischen theorie und praxis 37(1994), S. 33 ff.; R. Seifert: Frauen, Männer und Militär (II): Vier Thesen zur Männlichkeit (in) der Armee, SOWI-Arbeitspapier, Nr. 61, München 1992.
(7) Vgl. Brownmiller: Gegen unseren Willen, S. 62 ff.
(8) Vgl. ebenda, S. 55 ff.; Trial of the Major War Criminals before the International Military Tribunal, Nürnberg 1947, Bd. 6, S. 404 ff.; Bd. 7, S. 456 ff.
(9) Vgl. den Dokumentarfilm von Helke Sander und Barbara Johr "BeFreier und Befreite" (1992).
(10) Vgl. taz vom 13.11.1991.
(11) Damit wird nicht verkannt, daß es sich bei den Massenvergewaltigungen und sadistischen Folterungen von Frauen in Bosnien-Herzegowina 1992 um eine systematische und befohlene Aktion und um ein Element der serbischen Kriegsstrategie handelt. Vgl. R. Seifert: Krieg und Vergewaltigung, S. 86.
(12) Zitiert nach L. Mladenovic, Leben unter Vergewaltigern, in: gwr 177, April 1993, S. 8.
(13) Vgl. den Roman "Die Trostfrau" von Nora Okja Keller, München 1997.
(14) Vgl. FAZ vom 28.7.Juli 1995; auch die Internetseite des "Korean Council for Women Drafted for Military Sexual Slavery by Japan".
(15) Vgl. M. Hirschfeld/A. Gaspar (Hg.): Sittengeschichte des Ersten Weltkriegs, Hanau 1998 (Reprint).
(16) Auf "freiwillige" Prostitution kann hier nicht eingegangen werden. Vgl. dazu für Osteuropa B. Johr: Die Ereignisse in Zahlen, in: H. Sander/B. Johr (Hg.) BeFreier und Befreite. München 1992, S. 66 ff.; für Westeuropa E. D. Drolshagen: Nicht ungeschoren davonkommen. Hamburg 1998, auch M. Hillel/C. Henry: Lebensborn e.V., Wien/Hamburg 1975.
(17) Oberkommando der Wehrmacht
(18) Zit. nach I. Schmidt-Harzbach: Eine Woche im April. Berlin 1945. Vergewaltigung als Massenschicksal, in: Sander/Johr (Hg.): BeFreier und Befreite, S. 29.
(19) Vgl. Y. Sooka: Vergessener Teil der Wahrheit, in: der überblick 4/98, S. 88 ff.
(20) Vgl. der überblick 4/98, S. 1.
(21) Vgl. H. Köhn: Zwangsheirat als Kriegsstrategie, in: der überblick 4/98, S. 10; E. Rubin: Todesangst vor den eigenen Kindern, ebenda, S. 9 ff.
(22) Vgl. M. Oettli: Und dann töten sie mich, in: DIE ZEIT vom 14. Januar 1999, S. 62.
(23) B. Efraime jr.: Die Geister können Schmerzen lindern, in: der überblick 4/98, S. 52 ff.
(24) FR vom 7.12.1994, taz vom 18.12.1994.
(25) Auskunft des Hannoveraner Prostituiertenselbsthilfe-Projektes "Phönix".
(26) Jährlich werden etwa 500.000 Frauen aus Osteuropa in die EU geschleust, zu einem großen Teil nach Deutschland, und gegen ihren Willen zur Prostitution gezwungen. Vgl. Tsp. vom 13.2.1999 sowie "Zwangsprostituierte aus Osteuropa", in: Le Monde diplomatique (taz-Beilage) vom 12.2.1999.
(27) Vgl. FAZ vom 13.2.1993.
(28) Vgl. Hamburger Abendblatt vom 10.2.1993.
(29) Vgl. D. Sterzer: Soldatengeschäft und Prostitution, in: gwr 177, April 1993, S. 6.
(30) Vgl. oben das Zitat von Ignatieff.
(31) Vgl. Der Spiegel 44/1992.
(32) Vgl. FR vom 10.10.1992.
(33) Vgl. Pacific News Service (San Francisco), UN Troops/Prostituition in Croatia, 20.7.1993.
(34) Vgl. Tsp. vom 30.6.1998.
(35) S. Brownmiller: Gegen unseren Willen, S. 39.








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