
Internationales FrauenFriedensArchiv
Fasia Jansen e.V.
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Wir lassen uns als Frauen
nicht
mehr für den Krieg instrumentalisieren, nicht als
Kriegsstrategien einplanen,
nicht als Mütter, nicht als Opfer, nicht
als Soldatinnen,
nicht als diejenigen, die die Wunden wieder heilen sollen, für
die wir nicht verantwortlich sind,
nicht als humanitäre Helferinnen mißbrauchen
unsere Mit-Leidensfähigkeit, unser Mit-Gefühl stehen nicht mehr
zur Verfügung
dieses Mal werden wir auch die Trümmer nicht wieder wegräumen
Wir wollen als Frauen
nicht mehr Opfer von Kriegen,
sondern die Akteurinnen des Friedens sein.
| aktuell: Infoblätter über Hintergründe, Analysen, Strategien des Krieges in der Bundesrepublik Jugoslawien einschließlich Kosovo und was dagegen getan werden kann... anzufordern über friedensa@aol.com oder tel/ schriftl bei u.g. Adresse. |
| Frauen machen den großen Teil der Friedensarbeit in der Welt. Wir haben lange Traditionen. Angefangen von Lysistratas Verweigerung von Sexualität bis zur Belagerung des Atomraketenstandortes von Greenham Common haben Frauen über die Jahrhunderte dem Krieg Widerstand geleistet. Dokumentiert sind die Aktionen kaum. | Wer weiß
vom Streik der Munitionsarbeiterinnen in verschiedenen
Ländern im Krieg? Wer kennt den mutigen Kampf der Mütterkomitees von Lateinamerika bis zur Türkei gegen die Militärjuntas? Wer weiß, daß Frauen in Europa Tausende von Kilometern über den Kontinent gelaufen sind, um für atomfreie Zonen zu demonstrieren? Wer weiß über die Geschichte der Frauenfriedenszelte als Orte, an denen Frauen aus sogenannten Feindesländern miteinander in den Dialog kamen. Aufgestellt bei den Weltfrauenkonferenzen in Nairobi und Peking, in Belfast, im Atomtestgebiet in Nevada und anderswo? Wer kennt die Anstrengungen von "Women for a meaningful summmit", Frauen, die zu allen Gipfeltreffen der Supermächte gefahren sind um sich dort einzumischen? Wer kennt Frauen wie die Texanerin Genevieve Vaughan, die ihr gesamtes Erbe, Land, Ranchen, Geld in die internationale Frauenfriedensbewegung gegeben haben? Sie hat unsere Friedensarbeit seit 1984 unterstützt und somit möglich gemacht. |
| Aus Zorn darüber, daß der Kampf der
Frauen gegen Krieg und Gewalt weitgehend verschwiegen
wird, haben die schwarze deutsche Sängerin Fasia Jansen
und die Journalistin Ellen Diederich das Internationale
Frauenfriedensarchiv gegründet. Der Friedensarbeit der
Frauen soll der Platz zukommen, der ihr gerecht wird. Am 29.12.1997 ist Fasia Jansen gestorben. In Ehrung ihres lebenslangen Kampfes für Frieden haben wir das Archiv nach ihr benannt. Ihre Arbeit wird mit dem Archiv und in Friedensaktionen weitergeführt. |
| Internationales Frauenfriedensarchiv Fasia Jansen e.V. Lothringer Str. 64 46045 Oberhausen Tel 0208- 853607 Fax 0208- 853716 email friedensa@aol.com Bankverbindung: BfG Oberhausen BLZ 36010111 KtoNr 1777057100 |
Wir
haben bei und von unzähligen Aktionen gesammelt: Bücher, Broschüren, Plakate, Flugblätter, Fotos, Dias, Filme, Tonbandaufnahmen, Kunst- und Kulturgegenstände, von Frauen hergestellt. In Hunderten von Veranstaltungen haben wir in vielen Ländern Informationen verbreitet. Mit unserem Frauenfriedensbus sind wir Zehntausende von Kilometern gefahren, um die Arbeit der Frauen bekannt zu machen und zu vernetzen. Es gibt Foto- und Kunstaustellungen, die ausgeliehen werden können, Dia Schauen, Dokumentarfilme. |
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© Mai 1999 Texte von
IFFA |
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