Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit IFFF
Women`s International League for Peace and Freedom WILPF




Die IFFF wurde 1915 in Den Haag gegründet anläßlich eines internationalen Kongresses, an dem Frauen aus zwölf kriegsführenden und neutralen Staaten teilnahmen. Die Frauen protestierten gegen den Krieg und erarbeiteten Vorschläge, um in Zukunft Konflikte mit friedlichen Mitteln zu lösen.

Die IFFF wirkt für:
- die gleichberechtigte Teilhabe der Frauen an allen gesellschaftlichen Bereichen
- die Beseitigung aller Massenvernichtungswaffen, für totale und universale Abrüstung
- die Umgestaltung der auf Ausbeutung beruhenden und profitorientierten Gesellschaft in eine, die Bedürfnisse nach wirtschaftlicher und ökologischer, politischer und sozialer Gerechtigkeit erfüllt
- die Beseitigung von Rassismus, Sexismus, Machtmißbrauch und analoger Formen der Intoleranz

Einige Frauen der IFFF wurde der Friedensnobelpreis verliehen:
1931 Jane Adams, erste internationale Präsidentin
1946 Emily Green- Balch, Generalsekretärin
1982 Alva Myrdal, Leiterin der schwedischen Delegation bei der UN- Abrüstungskommission
  Die Deutsche Sektion der IFFF wurde im Juni 1919 gegründet und bis 1933 von Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann geleitet.

Wir analysieren und verbreiten Informationen über die ökonomischen Ursachen der globalen Krise.

Wir setzen uns, zusammen mit anderen Frauengruppen und -organisationen, für die Umsetzung der Aktiionsplattform von Beijing in der Bundesrepublik ein, insbesondere mit deren friedenspolitischen Forderungen.

Wir erarbeiten Forderungen und Standpunkte zu den "Maastricht II" Verträgen:
- umfassende Demokratisierung des EU- Parlaments
- Verbindung der Wirtschafts- und Währungsunion mit Maßnahmen gegen Massenarbeitslosigkeit und zunehmende Armut in Europa
- Erhaltung und Ausbau der Sozialstandards
- Verzicht auf weitere Militarisierung und Festschreibung des ausschließlich zivilen Charakters der Union

Wir beteiligen uns an Aktionen gegen AusländerInnenfeindlichkeit und Rassismus.

Wir betreuen ein von der EG- Kommission mitfinanziertes Selbsthilfeprojekt für Heimarbeiterinnen in Sri Lanka.

 



WILPF geht von folgenden Überlegungen aus:

     
Noch immer werden Weltressourcen für immer neue Waffensysteme und für das Militär vergeudet. Gleichzeitig mangelt es an Mitteln für Erziehung, für das Gesundheitswesen, für Wohnungen, für die kulturelle Entwicklung, für Landwirtschaft, das Transportwesen und für die Entwicklung einer notwendigen zivilen industriellen Produktion. Dieses bisherige Verhältnis muß umgekehrt werden, damit ökonomische und soziale Schwierigkeiten, die zu Instabilitäten, Konflikten und Kriegen führen, im Interesse des Überlebens der Menschheit gemeistert werden können.

Es ist bedrohlich, daß Intoleranz, Rassismus und Gewalt in allen industrialisierten und ökonomisch entwickelten Ländern anwachsen. Eine Abrüstung aller Waffensysteme ist erforderlich. [...]
  Das Ziel aller Bemühungen besteht darin, den Frieden zum dominierenden Wert in der Gesellschaft zu machen. Bildung und Erziehung, die Künste, Musik, Fernsehprogramme, Spiele und auch die Formen und Möglichkeiten der Erholung müssen sich an diesen Zielen orientieren. Dazu gibt es viele noch nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten. Sie reichen von der notwendigen Erforschung der Bedingungen und Voraussetzungen der den Frieden bedrohenden Gefahren, der Suche nach gangbaren friedlichen Lösungen für vorhandene Probleme über das Ringen für die Anerkennung und Durchsetzung der Menschenrechte für jede/n bis zur Entwicklung von Verständnis für "andere" und für ihre Besonderheiten, sowie zur Förderung des Verantwortungsgefühls einer/s jeden für die Erhaltung der natürlichen Umwelt.

Die Entwicklung einer Friedenskultur umfaßt alle Bereiche des menschlichen Lebens und des Zusammenlebens.



"Entweder die Menschheit überwindet den Krieg,
oder der Krieg überwindet die Menschheit."

aus dem Buch "Erlebtes- Erschautes" von Lida Gustava Heymann






Feministische Friedensarbeit








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