Feministische Friedensarbeit und -forschung
Frieden kann man(n) nicht herbeibomben!





IFFA
Internationales Frauenfriedensarchiv

Lothringer Straße 64
46045 Oberhausen
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friedensa@aol.com
Tel 0208- 853607
Tel & Fax 0208- 853716
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IFFF
Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit

c/o Eleonore Romberg
Soldnerweg 2
81679 München
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libri1@t-online.de
Tel/Fax 089- 982 102
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Frauennetzwerk für Frieden e.V.
Maarweg 47
53123 Bonn
Tel 0228- 626730
Fax 0228- 626780

Mütter gegen den Krieg
Käthe-Kollwitz-Str. 14
99096 Erfurt
Tel 0361- 596 1110
email
frieden@gehts.de

Verband der Komitees
der Soldatenmütter Russlands

Rossijinski Komitet Soldatskich Matereji
(Russisches Komitee der Soldatenmütter)
Luchnikov per. 4
RUS -101000 MOSKWA
Rußland/ Rossija
Tel: 007-095/ 9282505 und /9284732

Internationales Mütterkomitee gegen den Krieg

Kampagne für den Frieden
PF 149
1000 Lausanne 5
PC 10-14986-6

cfd- Frauenstelle für Friedensarbeit
Gartenhofstrasse 7
Postfach 9621
CH- 6836 Zürich
Tel 01242 9307
Fax 01 241 29 26
email
frieda@swix.ch
PC 30-7924-5

FfF
Frauen für den Frieden

Mülhauserstraße 113
4056 Basel

AWMR
Association of Women of the Mediterranean Region

Box 320
Limassol 3603, Zypern
email
yana@centuryinter.net
Fax 357 5368
  Warum feministische Friedensforschung?
Forschung kann nicht geschlechtsneutral sein. Sie wir ausgeführt von Menschen und beschäftigt sich mit Menschen. Deren Lebenserfahrung, Blickrichtung und Einstellung zur Welt ist durch eine geschlechtsspezifische Gesellschaftsordnung beeinflusst. Das Verhältnis zwischen den Geschelchtern ist deshalb in jedem Forschungszusammenhang relevant. von der Fragestellung bis hin zu Resultaten, Interpretationen und Umsetzungsvorschlägen.

Diese an sich banale, in der Wissenschaft aber noch längst nicht selbstverständliche Feststellung gilt für die Friedensforschung genauso wie für andere Disziplinen. Den Frauen werden in bezug auf Krieg, Konflikt und Konfliktlösung Rollen zugeschrieben, die sich von jenen der Männer stark unterscheiden. Sie entsprechen dem Geschlechterverhältnis, das wir auch im "Frieden" kennen und das oft mit Gewaltausübung und Machtmissbrauch einhergeht. Das Eingebundensein von Frauen und Männern in geschlechtsspezifische Realitäten muss deshalb in der Friedensforschung unbedingt als zentrale Kategorie mitreflektiert werden, sowohl seitens der Forschenden wie auch der Beforschten.

Friedensforschung ist ein weitgehend von Männern besetzter Raum. Geschlechtsspezifische Arbeitsteilungen und Herrschaftsstrukturen werden selten bedacht, obwohl sie gerade in diesem Untersuchungsfeld nur allzu deutlich auf der Hand liegen. Frauenspezifische Erfahrungen und Lebenszusammenhänge werden in den Forschungen fast immer ausgeblendet, Frauen komen weder als Subjekte noch als Objekte vor.

Feministische Friedensforschung will deshalb Frauen mit ihren Erfahrungen, ihrer Geschichte und ihrem Handeln in bezug auf die Themen der Friedensforschung sichtbar machen. Das historische Engagement von Frauen in Friedensfragen oder ihre aktuellen Rollen in der Konfliktbewältigung rücken damit ebenso ins Bild wie Männergewalt gegen Frauen im Krieg und im Alltag.
Feministische Friedensforschung betrachtet das soziale Geschlecht (gender) als zentrale Analysekategorie, ohne dass dabei andere Differenzen in der sozialen Erfahrung- Herkunft, Hautfarbe, körperliche Fähigkeiten, sexuelle Orientierung- ausgeblendet werden dürfen.


© 1999 Kampagne für den Frieden, Schweiz
Autorin: Stella Jegher, Zürich



Feministische Friedensforschung steht in der Tradition der Frauen- und Geschlechterforschung (gender studies) bzw. der feministischen Wissenschaft. Sie geht davon aus, dass
Frauen andere, wenn auch wiederum sehr verschiedene Erfahrungen und Begriffe von Gewalt, Sicherheit, Diskrimierung, Verteidigung, Konfliktlösung und Frieden in die Friedensforschung einbringen als Männer;

Friedensforschung nicht nur disziplinübergreifend und praxisbezogen sein soll, sondern auch der Erkenntnis verpflichtet, dass die Beziehung zwischen Forschenden und Beforschten für die Resultate relevant ist und gegenseitige Lernprozesse ermöglichen kann;
  Friedensforschung dem parteilichen Bemühen um Veränderung und Überwindung von Macht- und Herrschaftsstrukturen dienen soll;

feministische Friedensforschung deshalb der feministischen Friedenspolitik nahesteht, wie sie vor allem von nichtstaatlichen Organisationen entwickelt und betrieben wird.


© 1999 Kampagne für den Frieden, Schweiz
Autorin: Stella Jegher, Zürich



Kampagne für den Frieden
Postfach 149
1000 Lausanne 5
PC 10-14986-6


Frauen bauen am Frieden.
Helfen Sie mit!

La paix, ça se construit.
Participez vous aussi!

Costruiamo la pace.
Partecipa anche tu!
  1985 lancierten friedensbewegte Frauen die Kampagne für den Frieden, um eine politisch unabhängige, kritische Friedensforschung in der Schweiz zu fordern. Ziel der seither jedes Jahr durchgeführten Kampagne ist, dass nicht nur militärisch-strategische Konfliktforschung und Politikberatung, sondern auch Friedensforschung staatlich anerkannt und institutionell gefördert wird.


Kampagne für den Frieden 1999

Mit dem Friedensfonds fördert die Kampagne für den Frieden finanziell Frauen, die in der Konfliktanalyse und der feministischen Friedensforschung arbeiten wollen.

Folgende Projekte werden derzeit mitfinanziert:
- "Women`s Coalition in Northern Ireland", und ihr Einfluss auf die Friedensverhandlungen. Patricia Barandun, 1998. Nachdiplomstudium in "Peace Studies", Lancaster University
- "Partizipation von Frauen in der konstruktiven Konfliktbearbeitung". Frauen Rundtisch-Gespräche mit Teilnehmerinnen aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft, der OSZE und der NGO`s. Maren Haartje, Schweizerische Friedensstiftung (SFS)
- Frauenstelle für feministische Friedensforschung bei der SFS/ Institut für Konfliktlösung, Bern, 1998/99



Broschüre "Frieden, Frauen forschen" ist gratis erhältlich bei:
- Evangelischer Frauenbund der Schweiz EFS, Winterthurerstraße 60, 8006 Zürich
- Frauen für den Frieden FfF, Mülhauserstraße 113, 4056 Basel
- Schweizerischer Katholischer Frauenbund SKF, Postfach 7854, 6000 Luzern 7
"Frauen über den Krieg" Eine Sammlung bedeutender Stimmen gegen den Krieg. von Daniela Gioseffi (Hgb.) (Wiener Frauenverlag 1992; ISBN 3-900399-63-8; DM 57,-)
"Frauen gegen den Krieg" Alternativen zum Militarismus 1900-1990 von Sybil Oldfield (Fischer-Verlag 1992; ISBN 3-10-055203-2; DM 9,80)
"Scheherezade" Stimmen von Frauen gegen die Logik des Krieges von Eva v. Quistorp und Barbara Bussfeld (Hgb.) (Sammlung Luchterhand Bd. 1027; ISBN 3-423-71027-6; DM 16,80)
siehe auch diese umfangreiche Literatursammlung von frauennews







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