Frieden kann man(n) nicht herbeibomben!
Update: Mittwoch, 02. Juni 1999




Aus der Schweiz:    
Auf Krieg sind wir vorbereitet:
man(n) übt Angriff und Verteidigung
man(n) studiert Strategien
man(n) entwickelt mörderische Waffen und setzt dafür gigantische Summen ein.

Frauen sind sehr oft die Opfer von Gewalt, auf persönlicher, wirtschaftlicher und sozialer Ebene.

Kriege, Gewalt, Diskriminierungen müssen nicht sein!

FRIEDEN- auch er muß gelernt, vorbereitet und geübt werden. Dazu braucht es: Forschung und Lehre, persönlichen Einsatz, Strukturen und Geld.
FRAUEN- sind aber auch treibende Kräfte im Abbauen von Vorurteilen und Unwissenheit, im Suchen nach Konfliktlösungen und Versöhnung.
DIE KAMPAGNE FÜR DEN FRIEDEN- ermutigt und unterstützt diese Anstrengungen.
 

Nicht nur militärisch- strategische Konfliktforschung und Politikberatung, sondern auch Friedensforschung muß staatlich anerkannt und institutionell gefördert werden.

frauennews-Special-Thema:
Feministische Friedensarbeit und -forschung
  Der Deutsche Frauenrat veröffentlichte eine RESOLUTION ZUM KRIEG. Der Deutsche Frauenrat ist das größte Frauennetzwerk der BRD mit rund 11 Millionen Mitfrauen.



Eine Auswahl von Frauen, -Gruppen und -Organisationen,
die sich öffentlich und engagiert gegen den Krieg ausgesprochen haben:

Internationales Frauenfriedensarchiv IFFA (BRD, Sitz in Oberhausen), Frauen in Schwarz gegen den Krieg (Jugoslawien, Sitz in Belgrad), Deutscher Frauenrat mit 11 Millionen Mitfrauen (BRD, Sitz in Bonn), Kampagne für den Frieden (Schweiz, Sitz in Lausanne), MADRE (USA, Sitz in New York), Association of Women of the Mediterranean Region AWMR (Sitz in Zypern), Mütter gegen den Krieg (BRD, Sitz in Erfurt), Frauennetzwerk für den Frieden e.V. (BRD, Sitz in Bonn), Frauen für den Frieden (Schweiz, Sitz in Basel), Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit WILPF/IFFF (international & mit Sitz in München, BRD), Frauen-Friedens-Initiative-Dortmund (BRD), unzählige einzelne Frauen: Prominente wie Uta Ranke-Heinemann und Nichtprominente wie Du (?) und ich


Gegen Krieg!
Ob Vertreibungskrieg oder Angriffskrieg-
Krieg muß nicht sein!

 
  Krieg ist ein Wirtschaftsfaktor, ein politischer Faktor, ein patriachaler Faktor.
"Nicht die Macht korrumpiert, sondern die Angst. Die Angst davor, die Macht zu verlieren, korrumpiert diejenigen, die an der Macht sind."
Aung San Suu Kyi, burmesische Friedensnobelpreisträgerin

Es ist nicht der erste Krieg, den die USA auf fremden Territorien führt. Ein durch einen "Sexskandal" gerade noch davongekommener Clinton "beweist" sich in einem Krieg, der ihm nur Vorteile bringen (Schwächung Europas) und den er nie verlieren kann.

Ebenso wie die USA verfolgt die NATO eigene Ziele. Wobei sich die männlichen Köpfe der neuen bundesdeutschen Regierung (Schröder, Fischer, Scharping) in einem Angriffskrieg versuchen zu profilieren und dabei kurzerhand das deutsche Grundgesetz verraten.

"Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit."
(Zitat eines US-amerikanischen Senators 1917)
Sind Medien «bei aller Objektivität» auch immer subjektiv, so sind sie in Kriegszeiten noch "subjektiver". In Deutschland sind fast alle Medien prompt auf Propaganda umgestiegen. Es klappt also, was sicher auch gut zu wissen ist für andere Kräfte. Und wieder wird der lautesten Stimme geglaubt.
 
     
     
  Wir fordern:
- Die sofortige Einstellung des Luftkrieges, keinen Einsatz von Bodentruppen;
- den Abzug aller Truppen aus dem Kosovo inklusive Entwaffnung der UCK;
- das Recht auf Rückkehr für alle Flüchtlinge und Vertriebenen unter internationalem Schutz, materielle Hilfe für die Betroffenen in TrägerInnenschaft ziviler Organisationen;
- die Aufnahme weiterer Flüchtlinge und Asyl für Deserteure;
- eine Balkankonferenz und einen Wiederaufbauplan für die Region.

Eine politische Lösung ist nur denkbar durch die gleichberechtigte Beteiligung verschiedener Ebenen der Zivilgesellschaft: der UNO und der OSZE und von Nichtregierungsorganisationen. Eine Einbeziehung Russlands ist dringend erforderlich.

Wir wollen eine Welt ohne Krieg, Nationalismus und Unterdrückung - eine Welt, in der für alle Menschen Frieden, soziale Gerechtigkeit und demokratische Rechte gesichert werden.
 
 

Steckt die Gelder in den Frieden statt in den Krieg!

 


We started an appeal for peace to all parties involved with the Kosovo crisis.
To enable this international petition we came in the air last week with a site. The site is English, Servo-Croatian, Dutch, German, Spanish, French and Italian. Russian and Albanian will follow later. Please go to http://peace-petition-kosovo.com We want to speak on behalf of everybody in the world who wants to stop the insanity of war and ethnic cleansing.We would appreciate your help. As long as there is no peace, you could help this international petition. Sign !! Only together we can let the world speak with the voice of peace. International peace petition kosovo



Und als der nächste Krieg begann
da sagten die Frauen: NEIN!

FANTASIE VON ÜBERMORGEN
von Erich Kästner



Bewußt spenden *** Medica mondiale e.V. braucht Eure Spenden! Mehr Infos auf dieser Seite! ***


über 80 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder!
Krieg und Gewalt gegen Frauen sind untrennbar!

     
Offizielle Bestätigung von sexueller Gewalt!

Wie Mary Robinson, UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, am 09.April 1999 in Genf bestätigte, liegen inzwischen zahlreiche Berichte über Massenexekutionen an AlbanerInnen und organisierte Vergewaltigungen von Albanerinnen vor.
Berichten zufolge, "hätten serbische Soldaten von den vertriebenen Frauen gefordert, 2.000 Mark zu bezahlen, um den Grenzposten passieren zu dürfen. Frauen, die nicht genug Geld gehabt hätten, seien von den Lastwagen geholt und zu einem naheglegenen Gebäude gebracht worden. Dort sollen die Kosovo- Albanerinnen vergewaltigt worden sein."

Etwa zwei bis fünf Prozent der weiblichen Flüchtlinge sind oder werden Opfer einer Vergewaltigung, lt. Aussage der UNO.
Mary Robinson hat MitarbeiterInnen zur ZeugInnenbefragung in die Flüchtlingslager gesandt.

(Facts von dpa vom 09.04.1999; 16.07 Uhr MEZ)
  Zur Situation von schwangeren, stillenden und ungewollt schwangeren Frauen

Unter den geflüchteten Kosovo-Albanerinnen sind nach UN- Schätzungen mindestens 35.000 schwangere und stillende Frauen. Jeden Monat werden in den Flüchtlingslagern in Albanien etwa 700 Geburten erwartet.

Die UNO unterstützt offiziell keine Abtreibungen - aus "Vorsicht" vor der US- Regierung, die bereits schon jetzt wegen der ihr allzu liberalen Einstellung der UNO zur Geburtenkontrolle den vollen Beitragssatz der Weltorganisation vorenthält.
Allerdings stellt die UN- Agentur UNFPA (= United Nations Population Fund; zuständig für die reproduktive Gesundheit der Weltbevölkerung") die "Pille danach" (Anm.: welch ungeeignetes Wort nach einer Vergewaltigung) vergewaltigten Frauen zur Verfügung. Außerdem sorgt UNFPA für Verhütungsmittel und für eine möglichst gute medizinische Betreuung bei den Geburten und bei der Nachbehandlung von Fehlgeburten bzw. selbst vorgenommenen Abtreibungen.

(Facts von dpa vom 09.04.1999; 20.21 Uhr MEZ)
     
(Massen)Vergewaltigungen als Kriegsmittel
Gewalt gegen Frauen als Kriegsmittel
     
Auch der Vatikan äußert sich zu den vergewaltigten Frauen - oder doch nicht?

"
Dem neuen menschlichen Leben müsse Respekt gezollt und Liebe entgegengebracht werden".

Vatikan gegen "Pille danach" für vergewaltigte Frauen im Kosovo
Rom (dpa) - Der Vatikan lehnt die "Pille danach" für vergewaltigte Kosovo- Albanerinnen ab. Diese Pille sei nichts anderes als ein "Mittel zur Abtreibung", sagte der Bischof Elio Sgreccia nach italienischen Zeitungsberichten vom Mittwoch.
Sgreccia ist Vizepräsident der Päpstlichen Akademie für das Leben und gilt als einer der einflußreichsten Männer der katholischen Kirche auf dem Gebiet der Bioethik. Allerdings ist die große Mehrheit der Kosovo- Albanerinnen moslemischen Glaubens.
Die UN-Agentur UNFPA stellt eigenen Angaben zufolge Frauen aus dem Kosovo, die von Serben vergewaltigt wurden, die "Pille für den Morgen danach" zur Verfügung. Sie verhindert eine Schwangerschaft, wenn sie innerhalb von 72 Stunden nach einer Vergewaltigung eingenommen wird.
Sgreccia sagte der katholischen Tageszeitung "Avvenire", dem neuen menschlichen Leben müsse Respekt gezollt und Liebe entgegengebracht werden. Dies gelte auch im Fall eines Gewaltaktes. Der Heilige Stuhl hatte bereits während des Bosnien- Krieges Abtreibungen abgelehnt.

(dpa vom 14.04.99)




     
Kosovo/a

Zu Jugoslawien gehören das südwestlich gelegene Montenegro (Teilrepublik) und das südlich gelegene Kosovo/a, die beide nördlich an Serbien grenzen.
Die nördlichste jugoslawische Region ist Wojwodina.

Die jugoslawische Hauptstadt Belgrad liegt in Serbien.
Pristina ist die Hauptstadt der Region Kosovo/a.
Im Kosovo/a leb(t)en zu 90 Prozent Kosovo-AlbanerInnen.


Chronik der Ereignisse:


- März 1998: Der (damalige) serbische Präsident Slobodan Milosevic schränkt zunächst die Autonomie Kosovos drastisch ein und schafft sie dann ganz ab. Bei bewaffneten Auseinandersetzungen sterben mehr als 20 Menschen.

- 1998: Auflösung der Regierung durch die Serben. Militärische Präsenz im Kosovo.

- 28.2.1998: Serbisches Militär beginnt eine Offensive gegen die Kosovo- Befreiungsarmee UCK. Zahlreiche zivile kosovo- albanische Tote.

- 10.03.1998: USA und EU fordern ultimativ Milosevic`s Truppen zum Rückzug auf.

- 17.06.1998: Nach einem Treffen mit Boris Jelzin erklärt sich Milosevic zu Verhandlungen bereit

- 18.07.1998: Großoffensive serbischer Truppen gegen UCK-Hochburgen im Kosovo

- 30.07.1998: Milosevic erklärt gegenüber der EU die Offensive für beendet, die Angriffe gehen aber weiter

- 23.09.1998: Weltsicherheitsrat droht mit Maßnahmen, falls die Kämpfe fortgesetzt werden

- 01.10.1998: Kurz vor einer Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrates melden die Serben den Rückzug ihrer Einheiten;
Kosovo- AlbanerInnen berichten vom Massaker an zwölf Menschen (Region Suva Reka)

- 12.10.1998: Nach siebentägigen diplom. Kontakt durch US-Vermittler Richard Holbrooke Zugeständnisse von Milosevic; NATO-Rat beschließt dennoch militärischen Einsatz; Jugoslawien will Waffenstillstand anerkennen, alle Truppen abziehen und OSZE-BeobachterInnen zulassen

- 16.10.1998: Deutscher Bundestag stimmt für Beteiligung deutscher Soldaten an NATO-Einsatz

- 27.10.1998: NATO-Ultimatum für die Umsetzung des Abkommens vom 12.10. läuft ab: Feststellung der weitgehenden Einhaltung der Zusagen

- 16.01.1999:im Dorf Racak werden nach einem Massaker an der Zivilbevölkerung 45 Tote entdeckt; vermutlich durch serbische Polizisten ermordet

- 23.01.1999: Bundeskanzler Schröder erklärt, daß er notfalls eine Entsendung deutscher Bodentruppen befürwortet

- 29.01.1999: Die Balkan- Kontaktgruppe stellt den Konfliktparteien ein Ultimatum bis zum 06.02.1999, um mit Verhandlungen zu beginnen. Rambouillet wird als Verhandlungsort gewählt.

- 06.-17.02.1999: Gespräche zwischen Kosovo-Albanern und Serben: keine Annäherung/ Einigung.

- 18.03.1999: nach wochenlangen mühsamen Verhandlungen unterzeichnen die Kosover- Albaner das Friedensabkommen für die Region. Die serbische Regierung verweigert die Unterschrift, u.a. weil das Abkommen eine militärische Besetzung Jugoslawiens vorsah.

- 23.03.1999: Angriff der NATO: ***Belgrad erklärte offiziell den Kriegszustand***Jugoslawien sprach von einer "brutalen Aggression" und bat Rußland um Unterstützung***Auf Antrag Rußlands trat der Weltsicherheitsrat in New York zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen*** China verurteilte die Angriffe*** UN-Generalsekretär Kofi Annan äußerte Verständnis für den Einsatz von Gewalt, verlangte jedoch, der Sicherheitsrat sollte an "jeder Entscheidung über Gewaltanwendung" beteiligt werden! *** Der Angriff scheint auf keiner tragfähigen weltrechtlichen Grundlage zu basieren *** Der Antrag der PDS gegen die Regierung wurde beim Bundesgerichtshof abgelehnt *** mehrere symbolhafte Anklagen gegen deutsche Regierungsmitglieder*** Auf Ostermärschen zigtausende Menschen gegen Krieg *** Esther Bejerano, Kurt Goldstein und Peter Gingold (Überlebende des NS- Vernichtungslagers Auschwitz) protestierten in Briefen gegen den Vergleich von Joschka Fischer und Rudolf Scharping zwischen Auschwitz und der Lage im Kosovo. Mit der Behauptung, es gelte im Kosovo "ein neues Auschwitz" zu verhindern, solle ein "schwerwiegender und nicht entschuldbarer Verstoß gegen die UNO- Charta" gerechtfertigt werden *** Bundesdeutsche Hotline für Kosovo- Vertriebene zwecks Familienzusammenführungen, Hilfsleistungen etc. unter Tel 0800- 3334 334 (mo-fr 8-20, sa-so 10-15 uhr) *** 54. Befreiungstag des KZ Ravensbrück - Anlaß zur Mahnung: Schluß mit dem Krieg im Kosovo! *** Offizielle Erklärung der Lagergemeinschaft Ravensbrück/ Freundeskreis e.V. vom 24.04.1999

  Frauen- Kinder- Flucht- Elend- Leid- ...

mehr als eine halbe Million flüchtende Menschen: zu 88 Prozent Frauen und Kinder... auf Leiterwagen, Handkarren, zu Fuß, auf kleinen Pferdefuhrwerken, Alte, Behinderte und/ oder Kranke auf Schubkarren oder auf den Armen oder Rücken der Angehörigen... erinnern die Bilder an den letzten Weltkrieg. Viele Tränen geweint, traumatisiert, im Ungewissen, ohne Hab und Gut, brennende Häuser, Dörfer, Städte, zerissene Familien, verschmutzt, hungrig, Angst vor Gewalt...
"Es ist nicht nur die Angst vor dem Tod, die diese Menschen in die Flucht treibt", sagte Alfred Heinrichs, Leiter eines Koordinierungsbüros für Flüchtlingshilfe, in einem Interview, "Noch größer ist die Furcht vor Verschleppung, Vergewaltigung und Folter."
(Zitat aus HA 25. März 1999)

Seit Beginn der Eskalation vor etwa einem Jahr sind rund eine halbe Million Kosovo- AlbanerInnen auf der Flucht: im In- und Ausland.

Die Fluchtwege ins europäische Ausland, wie Italien usw., sind gefährlich und nur mit Hilfe von skrupellosen Schleppern zu bewältigen, die viele Dollars für einen Menschentransport verlangen.

1997 haben 45.000, 1998 haben etwa 90.000 Kosovo- AlbanerInnen in den westeuropäischen Staaten Asyl beantragt.

Im Februar 1999 baten in der BRD 2.519 Menschen aus Jugoslawien um Asyl, davon sind 90 Prozent aus dem Kosovo. Doch Bürgerkrieg ist kein anerkannter Asylgrund. Jedoch wurde den Kosovo- Flüchtlingen eine "Duldung" versprochen, die vorerst drei Monate Aufenthalt garantiert.

Nach Italien sind inzwischen rund 13.000 Menschen auf oft abenteurliche Weise über das Meer geklangt. Zumeist handelt es sich auch hier um Frauen, Kinder und alte Menschen.

(Stand: 07.04.1999)
"Die Frau an seiner Seite"- Mirjana Markovic
Mirjana Markovic ist mit Slobodan Milosevic seit 1965 verheiratet. Die 56jährige ist Professorin für Soziologie/ Gesellschaftswissenschaften und Vorsitzende der vor fünf Jahren gegründeten sozialistischen Partei "Jugoslawische Linke" (JUL). Diese Partei hat das finanzielle Vermögen der Tito- Partei übernommen.
Mira Markovic schreibt für die Belgrader Zeitung "Duga"nationalistische Kolumnen. Sie wird als Milosevic wichtigste Ratgeberin und als im Hintergrund agierende "Fädenzieherin" gesehen.
Die Homepage von "Mira" in rosa


"Der Mann an ihrer Seite" - Slobodan Milosevic
Slobodan Milosevic (57) trat 1959 der Kommunistischen Partei bei. Milosevic ist ausgebildeter Jurist und wurde 1987 Erster Sekretär der Kommunistischen Partei in Serbien. Am 09. Dezember 1990 wurde er zum Präsidenten von Serbien gewählt und zwei Jahre später im Amt bestätigt. Seine Politik zielt auf die Schaffung eines großserbischen Staates. In Serbien lebende Angehörige nichtserbischer Nationalität (AlbanerInnen, MontenegrinerInnen, UngarInnen, BosnierInnen) werden seit Beginn seiner Präsidentschaft unterdrückt. Die Vereinten Nationen bezeichneten Milosevic 1993 als Kriegsverbrecher.

Das Ehepaar hat zwei erwachsene Kinder: Marko (24) leistete keinen Wehrdienst. Er ist Inhaber einer Diskothek. Tochter Marija (33) ist Chefredakteurin des Musiksenders Kosava.
Slobodan Milosevics älterer Bruder Borislaw Milosevic (64) ist Botschafter für Jugoslawien in Moskau.

Die politische Vorgeschichte vor 1998/1999

Der jahrzehntealte Nationalitätenkonflikt im sozialistischen Jugoslawien verschärfte sich 1987, als Slobodan Milosevic Vorsitzender der Kommunistischen Partei wurde. Er vertritt eine serbisch- nationalistische Politik. Nach der Unabhängigkeitserklärung der beiden nördlichen Republiken Slowenien und Kroatien 1991 brach der offene Krieg aus. Bis Anfang 1994 eroberten die Serben rund 30% des kroatischen Territoriums und mehr als zwei Drittel von Bosnien- Herzogowina. Bosnien- Herzogowina klagte im März 1993 vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag Jugoslawien wegen systematischen Völkermordes an der bosnischen Zivilbevölkerung an.

(Stand: 07.04.1999)
     
Ein Wort zu Spenden
Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung in der BRD ist laut Aussage der "großen" Hilfsorganisationen erfreulich hoch. Lebensmittel, Bekleidung, Windeln - Artikel des täglichen Bedarfs decken wichtige elementare Bedürfnisse ab. Eine erste medizinische Betreuung ist noch nicht für alle Flüchtlingsfrauen und -kinder sowie ältere Menschen gewährleistet. Säuglinge, Kranke, Erschöpfte sind den Flüchtlingsbedingungen nicht gewachsen. Es gibt Todesfälle während und nach der ersten Flucht. Von einer psychologischen Betreuung der traumatisierten Menschen ganz zu schweigen.

Der Verein Medica mondiale e.V. war vertreten durch Dr. Monika Hauser und Kirsten Wienberg vor Ort, um die Möglichkeiten und die Errichtung einer mobilen gynäkologischen Ambulanz mit psychosozialer Betreuung zu prüfen. Wie bereits im Krieg in Bosnien sollen sich die Hilfsmaßnahmen nach den wirklichen Bedürfnissen der Frauen und Kinder orientieren. Ein weiteres Ziel des Vereins ist die Dokumentation von Kriegsverbrechen vor Ort. Nur wenn Kriegsverbrechen belegt, bezeugt und dokumentiert werden, können sie auch vor einem internationalen Kriegsverbrecher- Tribunal geahndet werden.

Am 13. April 99 veröffentlichte Medica mondiale e.V. folgenden
Bericht über die Situation und das weitere Vorgehen. Wer sich mit der Idee einer mobilen gynäkologischen Ambulanz mit psychosozialer Betreuung und der Dokumentation der Kriegsverbrechen identifizieren kann, sollte bewußt für diesen Verein spenden. Die Leistungen des Vereins kommen konkret den Frauen und Kindern der Flüchtlingswelle aus dem Kosovo zugute, die einen Anteil von über 80 Prozent an den Flüchtenden darstellen.
Wer sich vor dem Spenden über die Arbeit der Frauen von Medica mondiale e.V. erkundigen möchte, kann sich hier die
Vereins- Charta durchlesen, oder sich persönlich an den Verein wenden:
     

Medica mondiale e.V.
Waisenhausgasse 65
50676 Köln
Tel 0221- 931 898-0
Fax 0221- 931 898-1
oder per email
medicamondiale@netcologne.de

 

Das Spendenkonto lautet:

Kto-Nr. 45 00 55 50

Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00),
Stichwort: KOSOVO

     
Belgrade: Women in Black Against War

7 YEARS OF WOMEN IN BLACK
We are still on the streets

9 October 1991 - 9 October 1998
Republic Square 6:30pm - 7:30pm

I CONFESS
- to my longtime anti- war activity;
- that I did not agree with the severe beating of people of other ethnicities and nationalities, faiths, race, sexual orientation;
- that I was not present at the ceremonial act of throwing flowers on the tanks headed for Vukovar, 1991 and Prishtina, 1998;
- that I fed women and children in refugee camps, schools, churches, mosques;
- that I sent packages for women and men in the basements of occupied Sarajevo in 1993, 1994, 1995;
- that for the entire war I crossed the walls of Balkan ethno- states, because solidarity is the politics which interests me;
- that I understood democracy as support to anti- war activists/ friends/ sisters - Albanian women, Croat women, Roma women, stateless women;
- that I first challenged the murderers from the state where I live and then those from other states, because I consider this to be responsible political behavior of a citizen;
- that throughout all the seasons of the year I insisted that there be an end to the slaughter, destruction, ethnic cleansing, forced evacuation of people, rape;
- that I took care of others while the patriots took care of themselves.

On 9 October 1998 at 6:30 pm on Republic Square we will make visible our non-violent resistance to war.

We are all women in black!

Women in Black
stasazen@eunet.yu

autonomous women's center against sexual violence
tirsova 5a, beograd, fr yugoslavia
tel/fax: 381.11.687.190
e-mail:
awcasv@eunet.yu
  NEU!! Linkauswahl des
Network of East-West Women

!
War in Kosova- The Logics of Patriarchy
vom 22. Mai 1998 von
- Autonomous Women`s Groups in Belgrade, Serbia
- Women in Black against War
- Autonomous Women`s Centar against sexual Violence
- "Feminist Publishers 94"
- Center for Women`s Studies
- Belgrade Women`s Lobby in Belgrade


!
Report from Belgrade Feminists about Situation in Kosova vom 27. Juli 1998

!
Women in Black against War
Open Letter vom 09. August 1998

!
Women in Black Protest Banned
vom 28. September 1998

!
Belgrade: From Lepa Mladjenovic
(Autonomous Women`s Center against sexual Violence) am 24. März 1999

Zeitansage

Wenn Bomben auf einmal Luftschläge heißen
und im Feuer angeblich niemand verbrannt ist
wenn Flüchtlinge plötzlich willkommen sind bei uns
natürlich nur die von der richtigen Seite
dann weiß ich: Jetzt ist Krieg


Wenn der Kanzler so richtig staatsmännisch guckt
und keine Parteien mehr kennt – nur noch Deutsche
wenn die einen nur gut sind die anderen nur böse
und der Zweck wieder einmal die Mittel heiligt
dann weiß ich: Es ist Krieg


Wenn irgendwie dann doch alles anders kam
als die Herren Strategen sich ausgedacht hatten
wenn nachher alles nur noch schlimmer ist
und niemand das vorher gewußt haben will
dann heißt es: Nie wieder Krieg!
Bis zum nächsten Mal

©
Carola Moosbach
April 1999

     


Kriegsklage

Vers von
Carola Moosbach

 


Wieder Propaganda in Deutschland

Kommentar von
Victoria


     
     

Wiedermal mit den Grenzen gespielt.
Die Ehre verletzt.
Zum Sturm die Trommel gerührt,
halbe Kinder aufeinandergehetzt.

"Spürbar kühl dieser Abschied"
hatte er sich beklagt
"Ich küsse besser, wenn ich dich wiederseh"
hatte sie ihm drauf gesagt.

Sie weiß: endlich Abenteuer
in der Kartenhaus- Männerwelt.
Der rote Regen muß erst ins Tal hinab,
eh sie in sich zusammenfällt.

 

Mit Gottes Segen in die Hölle geschickt.
Einfach alles wurde verbrannt.
Zu spät, um umzukehr`n jetzt,
er hat den Wahnsinn längst erkannt.

Es geht nach Hause,
wurde plötzlich befohl`n.
Was erhalten blieb ins Depot zurück,
eure Knarren und Pistol`n.

Glück! Er hatte nicht
mit dem Leben bezahlt.
"Willkommen zu Hause"
haben die Kinder gemalt...


(nach © "keimzeit")



"Krieg, Geschlecht und Traumatisierung. Erfahrungen und Reflexionen in der Arbeit mit traumatisierten Frauen in Kriegs- und Krisengebieten" Dokumentation von Medica mondiale e.V. (IKO-Verlag, Edition Hipparchia; ISBN 3-88939-615-1; ca. DM 39,-)
- ab April 1999 im Buchhandel -
 
amnesty international, BRD, Sektion Frauen zum Kosovokrieg
Frauen im KOSOVO: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen zu nationalistischen Zwecken im Kosovo
Text von Medica mondiale e.V. (Anm.: vor dem Nato-Angriff verfaßt)
Network of East-West Women (unter "Kosova-War" viele Links von Frauen- Organisationen aus Belgrad, Zagreb und Pristina; englisch)
OSI/NGO and Other Media Page
List of Prayers and Sympathies after NATO
partisan-net-members: KOSOVO- Antikriegsseite
mit Terminen für Anti-Kriegs-Aktionen! Aktuell! Und viele Links!
Serbische Opposition wendet sich an alle Beteiligten...
CeiberWeiber * Natowar *
Ein Kriegstagebuch: Wir haben Angst vor der Sonne
ZWISCHEN LUFTSCHUTZKELLER UND E-MAIL-ACCOUNT Tagebuchaufzeichnungen aus Novi Sad von Vladislava Gordic
das Tagebuch einer jungen Serbin K. die aus ihrer Sicht von dem Krieg erzählt
Friedenskooperative: Der Kosovo-Konflikt im Internet
Kosovo/a Message Board
Aufruf Für unsere Söhne von Ilona Rothe
Kosova Info Line (deutschsprachig)
taz: Nix "Herzlich willkommen"
In Deutschland werden Kosovo-AlbanerInnen bisher nicht als Kriegsflüchtlinge anerkannt (von Marina Mai)
Norbert's Bookmarks: Linksammlung Kosovo/a



"Nur wenn Frauen (wieder) im Zentrum stehen und alle politischen Entscheidungen von weiblichen Lebenszusammenhängen bestimmt werden, kann die Zukunft der Menschheit am Leben orientiert sein, statt an Gewalt, Macht und Krieg."

Gerda Weiler (1921-1994)
feministische Forscherin, Autorin, Mutter von fünf Kindern












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